
VESSEL OF LIGHT – Vessel Of Light
2017/2026 (No Life 'til Metal Records) - Stil: Doom Metal / Grunge Rock
Dan Lorenzo, seines Zeichens ex-HADES- und ex-NON FICTION-Legende und aktiver PATRIARCHS IN BLACK-Mitstreiter war auch mit VESSEL OF LIGHT schon vor den PATRIARCHs auf der Spur des dunklen Doom Metal. Es gab drei Alben von 2018 bis 2020 und vorher eine EP von 2017, die jetzt wiederveroffentlicht wird. Eingespielt wurde die EP mit Nathan Opposition (u. a. ANCIENT VVISDOM, die zu Beginn eine Split EP mit dem Psychopath Charles Manson veröffentlichten).
Bei der Wiederveröffentlichung gibt es zusätzlich vier Bonus Tracks zu den sechs Songs. Nach einem Intro wird mit ´Dead Flesh And Bone´ düster und hart losgelegt. Der Song und Sound hat aber irgendwie auch einen Independent-Touch, was am Gesang liegt. ´Meant To Be´ bringt mehr Melodie und Depression ins musikalische Geschehen, aber auch eine gewisse Schrägheit und Grunge-Anleihen. Harter Tobak. ´Descend Into Death´ ist eher ein introvertiertes Musikstück, das Geduld abverlangt.
Der krachende Track ´Vessel In Light´ beendet die knapp über 20 Minuten mit gleicher Konsequenz und ist für mich der stärkste Song, der geboten wird. Die vier Bonus Tracks sind teilweise musikalisch nicht viel anders gelagert, wie das an BLACK SABBATH erinnernde, starke ´Torture King´. Die kompakten ´Meet And Bone´ und ´Son Of Man´ schließen musikalisch unmittelbar an die sechs erstveröffentlichten Songs an. Mit ´Behind The Wall Of Sleep´ wird dann zum Schluss ein BLACK SABBATH-Klassiker eher unspektakulär gecovert.
Rob Colwell (NEVERMORE, KING’S X, HADES) hat das Album neu remastert. Ob das Album Dank der Aktivitäten mit PATRIARCHS IN BLACK jetzt mehr Aufmerksamkeit als bei der Erstveröffentlichung über ein italienisches Label erreicht, bleibt abzuwarten. Denn es ist nicht gerade leicht konsumierbare Musik, die hier geboten wird. Auch nicht gerade Musik, die irgendwie dem Zeitgeist entsprechen würde. Eher ein Nischenprodukt. Dafür dann aber gut und konsequent.
(7,75 Punkte)



