
ARGUL – Soledad & Orgullo
2026 (Personal Records) - Stil: Doom Metal / Progressive Metal
Die Band aus Peru legt nach diversen Demos ihr erstes Album vor. Gleich zum Start gibt es das zehnminütige Epos ´Ritual´. Melodischer Doom, der sich Zeit zum Entwickeln lässt. Auch der mehrstimmige Gesang, der immer wieder den dunklen instrumentalen Musikkörper unterbricht, ist eher sanft und bildet einen guten Kontrast zu den harten Riffs und entwickelt teilweise etwas Meditatives. Nach sieben Minuten sorgt ein Break für eine deutliche Beschleunigung und ein wenig spacige Sounds.
´Engendro´ ist härter und dunkler als der Opener und erinnert an BLACK SABBATH. Nur der Gesang fügt wieder eine originelle Note hinzu. ´Hor Hordin´ verbreitet eine feierliche Stimmung. Zumindest zum Ende wird es dann auch wieder rauer. Den Gitarren gelingt es gut, eine bedrohliche Stimmung zu transportieren.
Das zähflüssige ´Animal Dog´ ist der zweite Zehnminüter und ist entsprechend ausladend durchstrukturiert. Die Riffs walzen ungebremst durch die zehn Minuten durch und erst nach ca. vier Minuten setzen wieder die gewohnten Chor- Gesänge ein. Das erfordert etwas Geduld bei der Hörerin / dem Hörer. Dafür wird man im zweiten Teil mit einem höllenartigen Sound belohnt. Der Gesang scheint sich zu entfernen und die Schwere liegt wie Blei auf dem Konsumenten. Starkes Stück.
Auch auf dem 14minutigen Bonus- Track ´Kamug´ gelingt den Peruanern, eine ganz besondere Stimmung zu transportieren. Der Song vermischt weiter Einflüsse aus dem Progressiven und 70er-Jahre Rock und hat auch eine fragile Schönheit. Trotz der 14 Minuten kommt auch hier keine Langeweile auf.
ARGUL gelingt es immer wieder, dem doch gut abgegrasten Doom Genre – besonders durch den Gesang – eine ganz eigene Stimmung hinzuzufügen. Das ist bewundernswert und ein starker Start der Südamerikaner mit ihrem Debüt.
(8 Punkte)
https://www.instagram.com/argul__doom/?hl=es-la
(VÖ: 21.08.2026)



