
WILFRIED – Nachts in der City – Live
1986/2026 (MiG Music) - Stil: Rock / Austropop / Rock-Kabarett
Wilfried, geboren als Wilfried Scheutz 1950 in Goisern, entfaltet auf ´Nachts in der City – Live´ die volle Kraft seiner Rockphase, die Austropop, Hardrock und kabarettistischen Schmäh miteinander vereint. Schon in Graz spielte er bei HIDE & SEEK und ESCAPE, bevor er 1973 mit ´Mary, Oh Mary´ die Charts eroberte und mit ´Ziwui, Ziwui´ Pionier der Neuen Volksmusik wurde.
Auf diesem Live-Album zeigt er, wie seine charismatische Reibeisenstimme mit intensivem Rockgefühl und humorvollem Wiener Schmäh verschmilzt, getragen vom Live-Line-up: Freddy Tezzele an der Gitarre, Hossein Muhammad Rastegar am Schlagzeug, Gerhard Wambrechtshamer an den Keyboards und Mischka Krausz am Bass – Musiker, die die Energie und den Spirit von Wilfrieds Rockphase perfekt transportieren.
Auch die enge Verbindung zur ERSTEN ALLGEMEINEN VERUNSICHERUNG ist auf dem Album spürbar. Wilfried war 1978/79 selbst Sänger der EAV und wirkte am Debüt der Band mit, danach blieb er eng mit Thomas Spitzer verbunden, dem kreativen Kopf der Truppe. Spitzer schrieb Texte und lieferte Konzeptideen, die Wilfried in Rocknummern umsetzte. Auf ´Nachts in der City´ erklingen Stücke wie ´ABC-XYZ´ oder ´Alles Leiwand´, die Spitzer textete, während Wilfried sie mit voller Rockpower interpretierte. Diese Songs spiegeln den Geist der frühen EAV wider – skurril, bissig, kabarettistisch – und gewinnen unter Wilfrieds Stimme neue Dynamik, Energie und Schärfe. So entsteht eine Brücke zwischen Wilfrieds eigenem Rockstil und dem humorvollen, satirischen Wiener Rock-Kabarett, das später die EAV weltberühmt machte.
Die großen Hits entfalten live eine unvergleichliche Wirkung. ´Lauf Hase lauf´ kombiniert treibende Rockriffs mit Wilfrieds markanter Stimme, während ´Orange´ die raue Intensität seiner Reibeisenstimme auf höchstem Niveau zeigt. ´Ikarus´ gleitet als kraftvolle Rockballade mit dramatischem Spannungsbogen über die Bühne, und ´Rockviech Rudi´, die eingedeutschte Version von FOREIGNERs ´Dirty White Boy´, zementiert Wilfrieds Image als wilder Rocker der 80er. Neben diesen Publikumsmagneten finden sich auf dem Album Stücke wie ´Nachts in der City´, das die urbane, leicht düstere Energie Wiens einfängt, oder ´Südwind´, das Wilfrieds Blues-Wurzeln hörbar macht. Skurrile Kabarett-Passagen wie in ´Büffel´ und sozialkritische Texte wie in ´Arbeitslos´ zeigen, dass er Rockenergie und tiefgründige Beobachtung perfekt verbindet.
Das Album wurde im Januar 1986 im “Wiener Metropol” aufgenommen. Somit fangen die Aufnahmen die rohe Energie, Spielfreude und Präsenz ein, die ihn in den 80er Jahren auszeichneten. Wilfried Scheutz lebt jede Note mit voller Kraft. ´Nachts in der City´ fungiert dabei als Missing Link in Wilfrieds Karriere. Lange Zeit galt er entweder als der Künstler hinter ´Ziwui, Ziwui´, der Volksmusik‑Adaption, oder als ESC‑Teilnehmer mit ´Lisa Mona Lisa´, doch dieses Live-Album zeigt den echten Rock-Wilfried, der sich vom Schlager löste, die Bühne beherrschte und seine Songs mit unbändiger Intensität füllte. Wilfried wurde oft als der „österreichische Joe Cocker“ bezeichnet, und die Aufnahmen beweisen es: Seine Reibeisenstimme sprengt das Korsett des Austropop, schreit, leidet, explodiert und verleiht jedem Stück eine Wucht, die selbst im Studio kaum einzufangen gewesen wäre.
Auf ´Nachts in der City´ verschmelzen Humor, Ironie und rohe Rockenergie zu einem eigenständigen Ganzen, das Wilfrieds Rockphase lebendig dokumentiert und zugleich ein Kapitel der frühen EAV-Geschichte reflektiert.
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