PlattenkritikenPressfrisch

MODULA NATION – The Rift

2026 (Tonzonen Records) - Stil: Crossover Rock / Experimental / Post Rock

Multiinstrumentalist Heinz Wallner, der auch singt, und Bassist und Kumpel Ricardo Paz haben mit Schlagzeuger Philipp Pluhar und Gitarrist Markus Steinrück neun Songs aufgenommen.

Wobei zwei – wie gleich am Anfang – seltsame Radiointros sind. Nach dem genannten Intro folgt mit dem Titelsong eine minimalistische Noise-Attacke, die mit melodischem Gesang gekoppelt wird. Dazwischen quietscht und rumpelt es. Sehr originell auf jeden Fall.

Auch das bissige und funkige ´Silicon Carne´ lässt einen nicht kalt, trifft aber vielleicht nicht jeden Geschmack. Erinnert etwas an die Zeit als FAITH NO MORE und andere die Musikgrenzen verschoben. Es endet mit einer Jimi Hendrix-Gedächtnis-Feedback Orgie und Chören. Viel Stoff in einem Song.

´Headlights´ ist urbaner Rock mit “Elektrolurchi-Einlagen” und straightem Gitarrensolo. ´The Breakout´ mit Funky Bass ist schon fast Mainstream. ´Shred´ klingt wie ein Song, der durch den Shredder gejagt wurde. Passt. ´I Won’t Let Them´ ist eine schräge Space Rock Halb-Ballade.

Mit dem zehnminütigen ´Soul Fever´ wird es zum Schluss richtig wild mit Free-Jazz-Elementen und allen möglichen musikalischen Modulen.

Originell. Keine Ahnung, ob ich mir das oft auflegen würde. Dafür ist der Sound doch ziemlich anstrengend. Reinhören kann sich trotzdem lohnen. Wenn man auch Schräges versteht und mag.

(7,5 Punkte)

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