
SOLITARY SABRED – Redemption Through Force
2014 (Eigenproduktion/Pitch Black Records) - Stil: US-Epic-Metal
Die schon im Jahre 2000 gegründete Band SOLITARY SABRED aus Zypern hat sich von Beginn an, nach eigener Aussage, dem old-school US Epic-/Prog- und Power-Metal verschrieben. Bereits Ende 2011 hat die Gruppe begonnen an diesem Album zu feilen und es letztlich in den PLAY ON 10 STUDIOS von Paris Lambrou (ARRAYAN PATH, ASTRONOMIKON) aufgenommen.
Nachdem sie auf ihrem Debüt ´The Hero The Monster The Myth´ im Jahre 2009 aufgrund der gesanglichen Ähnlichkeiten zu KING DIAMOND etwas negative Kritik einstecken mussten, kommen sie nun etwas frischer mit ihrem neuesten Werk ´Redemption Through Force´ daher, das als Konzeptwerk zu deuten ist, behandelt es doch die teils historische, teils fiktive Geschichte um Jacob Cramer und hat auch immer wieder kleine erzählerische, musikalische Sequenzen vorzuweisen.
Die Überschneidungen zum Gesang des Dänen-Königs sind hingegen vollkommen ausgelöscht, da Petros ´Asgardlord´ Leptos eher vereinzelt – wie in `Redeemer` (“Redeemer of metal, crosses of steel, robes of black leather, enforcing his will, a holo of spikes, altar of chains, bloody transgression, performed in god´s name”) – an Eric Adams denken lässt. Dennoch wechselt er weiterhin zwischen Sprechgesang, normaler Stimme sowie Screaming hin und her, so dass allein er ein hohes Maß an Abwechslung in die Songs mit einbringt.
Die schon früher gezogenen Vergleiche mit MANOWAR & CAGE über MANILLA ROAD & OMEN bis GRAVE DIGGER haben auch noch heute Bestand. Die selbst angeführte Progressivität wird leider viel zu selten ausgespielt, da diese sich gerne öfters in solch wunderbaren Songs wie `Sarah Lancaster´, inklusive Solo von Howie Bentley (CAULDRON BORN), entfalten könnte. Als weiteres Highlight muss der eingängige Kracher `Burn Magic, Black Magic´ erwähnt werden, obwohl gerade in Sachen Eingängigkeit der True-Metal-Gefolgsmann durchgehend seine Erfüllung finden sollte, animiert doch eigentlich fast jedes Lied zum „Fäuste in die Luft recken“.
In den teils dunklen Zeiten, für diese Art von Musik, der 90er Jahre hätten wenigstens Postillen wie das THAT`S IT! Worte über solch kleine, feine Werke weiter getragen, nun liegt es an Euch, geeignete Worte über ´Redemption Through Force´ zu verbreiten.
(8 Punkte)

