
DEVIL MASTER – Bloody Dreams
2026 (Relapse) - Stil: Black Metal/Punkrock/Psychedelic Rock
Mit ´Bloody Dreams´ kehren DEVIL MASTER zu jenem Sound zurück, der die Band aus Philadelphia von Beginn an ausgezeichnet hat, nämlich eine eigenwillige Verbindung aus Black Metal, Punk, psychedelischen Elementen und okkulter Atmosphäre.
Nach dem stärker vom Punk geprägten Vorgänger ´Ecstasies Of Never Ending Night´ fällt das neue Album zunächst unmittelbarer und konzentrierter aus. Schon der treibende Opener ´You Worms` Vain Delusions´ gibt die Richtung vor: scharfkantige Riffs, hohes Tempo und eine kontrollierte Portion Chaos.

Dabei beschränkt sich Darkest Prince, der das gesamte Album geschrieben hat, keineswegs auf die bekannten Zutaten. Als wichtige Einflüsse nennt er neben Black Metal auch griechische und andine Volksmusik.
Hinzu kommen persönliche Vorlieben für Film und Lyrik. Diese Erweiterung des musikalischen Fundaments ist hörbar, ohne dass ´Bloody Dreams´ seine Identität verliert.
Gerade in der ersten Hälfte liefert das Album viel von dem, was langjährige DEVIL MASTER-Hörer erwarten. Gleichzeitig nimmt die Platte im weiteren Verlauf zunehmend unberechenbare Züge an.
Punk und Psychedelia treten stärker hervor, die Stücke werden offener und teilweise regelrecht entfesselt. Der abschließende ´Farewell Waltz To Unfortune`s Palace´ führt diese Entwicklung bis zur Reizüberflutung.
Bemerkenswert ist auch die Gästeliste. Chris Ulsh von POWER TRIP sowie Ur Èmdr Œrvn von ARKHA SVA sind beteiligt, dazu Mirai Kawashima von SIGH, einem der wichtigsten musikalischen Einflüsse von Darkest Prince. Dass beide Bands nun sogar gemeinsam durch Europa touren, passt entsprechend gut.
Darkest Prince bezeichnet Metal selbst als „unbedeutende, vergängliche Modeerscheinung“ und hält wenig davon, ihn als etwas Uraltes oder Mystisches zu verklären. Diese Haltung prägt ´Bloody Dreams´, die Band nimmt ihr Handwerk ernst, ohne sich selbst oder die vermeintliche Erhabenheit des Genres allzu wichtig zu nehmen.
Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches, druckvolles Album, das nach der stilistischen Erweiterung des Vorgängers wieder deutlicher zu den Stärken von DEVIL MASTER zurückfindet.
(8 Punkte)
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Pic: Nicholl Strouse



