PlattenkritikenPressfrisch

SERPENT – As The City Burns

2026 (Stormspell Records) - Stil: Epic Metal / NWoBHM

Ein Intro wie zu 80er-Metal Zeiten geht über in Metal-Riffs wie in den goldigen 80er-Jahren inklusive kreischenden Vocals von Sänger Achilles, die klingen wie – genau – in den 80er-Jahren. ´And The Goddess Weeps´ erinnert sofort an IRON MAIDEN. Der Song der True Metaller aus Kalifornien/USA zeichnet sich aber auch durch viel Abwechslung aus. 

´Until Dawn´ schließt direkt an und nimmt einen gehörigen Schuss US Metal dazu. Zum guten Sänger Achilles liefern die beiden Gitarristen Ray De Leon and Amadeus “Mozart” Sanchez gute Gitarrenarbeit dazu. Irgendwie hat die Band trotz Debüt-Veröffentlichung auch schon 20 metallische Jahre auf dem Buckel. Das hört man im Positiven.

´Delirium´ knüpft wieder mehr an NWoBHM-Größen an, erinnert aber auch an die unterschätzten US-Heroen RIOT. Das längere ´Cold Chains Of Andromeda´ zeigt nach einem überraschenden Break in der Songmitte, dass auch progressive Töne beherrscht werden. ´Aegan Sea´ setzt da in puncto Spielzeit und Komplexität noch eine Schippe darauf. Ein wahrer Banger mit interessanten Wendungen in Geschwindigkeit und Stil.

Und einem Sänger, der zwischen Bruce Dickinson, Paul Davidson (HEIR APPARENT), den Schreien von Jon Oliva und anderen Größen pendelt. ´Tears Of A Titan´ und ´Burning Athens´ sind ein solider Doppelpack zum Schluss und beschäftigen sich, wie irgendwie das ganze Album, mit griechischer Mythologie.

Sympathische Musik, die man trotz Hang zum Epigonentum einfach als echter Metaller mögen muss. Streckt raus die Faust und zurück geht es in die Zeiten, wo wir dachten, dass der Metal die Welt oder zumindest uns verändert. Das zweite hat er ja auch irgendwie getan… Natürlich zum Positiven.

(8,25 Punkte)

https://www.facebook.com/pages/Serpent/307281282697421

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"