
´Turbulence´ ist das fünfte Album der Metal Band aus Lissabon / Portugal. Mit ´Midnight Fire´ geht es gleich zu Anfang weit zurück in die Metal-Geschichte zwischen NWoBHM und US-Metal mit heiseren Vocals à la Blackie Lawless, und gut in Erinnerung bleibenden Melodien. Der Titelsong geht in eine ähnliche Richtung, erinnert an melodische Metal-Bands der guten Jahre. Sympathische Musik, ohne Innovationsanspruch. Der Refrain ist hier für meinen Geschmack etwas zu lange ausgewalzt.
´Dragon Magic´ kommt etwas dunkler und schwerer und Sänger Lex Thunder legt noch eine Schippe auf seinen schon sehr guten Gesang drauf und drückt dem Song seinen persönlichen Stempel auf. Da kann man schon sentimental werden und alten goldenen Metal- Zeiten hinterher trauern. ´Blessed By The Night´ startet mit schweren Riffs und Lex schöpft sein komplettes Spektrum Richtung klassischer Metal-Shouter aus.
Auch ´Dying Star´, die erwartete Ballade, kann begeistern. ´Strike Again´ fährt wieder schweres Geschütz auf und Lex misst sich an Vorbildern wie Harry Conklin (JAG PANZER) oder Eric Adams (MANOWAR). ´Hard To Break´ bleibt etwas in Klischees stecken und klingt austauschbar. Bei ´Burning Spark´ zeigt die Band sich dank dem interessanten Riffing aber schon wieder erholt. ´Flames Of Glory´ setzt zum Schluss noch einmal ein Ausrufezeichen.
Originalität muss auf der Minus-Seite verbucht werden, aber Authentizität und die über die ganze Platte zu hörende Liebe zum klassischen Metal machen das auf der Haben-Seite locker wett. Und da ist auch noch Lex, der einfach sehr gut singt. Deshalb sehr empfehlenswert. Und von mir bei allen kleineren Schwächen hoch bewertet.
(8 Punkte)



