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MELANCHOLOST – Tales From The Poisoned Apple

2026 (Solemnity Music / Hofa) - Stil: Gothic Rock

Auch für dieses Album zeichnet sich Sven “The Axe” verantwortlich, der zeitgleich Neues von seiner Band SOLEMNITY (an anderer Stelle besprochen) veröffentlicht. Auch diese CD bringt es auf knapp 67 Minuten Spielzeit. Hier sind Songs, die er über Jahre geschrieben hat, die laut seiner Aussage aber nicht so richtig zu SOLEMNITY passten. Sven The Axe hat Gesang, Gitarren, Bass und Keyboards im Alleingang eingespielt und mit Richard The Sword (Keyboards, Backing Gesang) und Alexander The Shield (Schlagzeug, Backing Gesang) zwei Freunde einbezogen (echt “coole” Künstlernamen).

Und ja, der Opener ´Alkahest I – The Primal Fire´ ist weniger vom klassischen Metal geprägt, sondern etwas dunkler und melancholischer. ´If This World Would Be Eden´ geht in eine ähnliche Richtung, ist noch etwas ruhiger. ´The Swan´ hat das Zeug zum richtigen Ohrwurm. Andere Songs gehen eher in Richtung ganz okay. ´Abramelin´ bringt etwas mehr Substanz mit. ´Red Wine & Black Roses´ ist zwar ziemlich schwülstig, aber ein durchaus schöner Titel. Auch ´Graveyard Of Broken Dreams´ lässt durch seine Melodie aufhorchen.

Über die 67 Minuten bleiben allerdings Originalität und Abwechslung etwas auf der Strecke. Besonders die Gesangslinien sind teilweise doch sehr, sehr ähnlich. Es fehlt teilweise am richtigen Kick, wenn auch die gesamten 67 Minuten sehr gefällig klingen und es nichts richtig Schlechtes gibt. Richtig düster ist das Album nicht, da würde Svens Gesang auch nicht unbedingt dazu passen. Insgesamt gefällt mir das Album von seiner musikalischen Ausrichtung etwas besser als das parallele SOLEMNITY. Allerdings wäre hier vielleicht wirklich “weniger mehr gewesen”. Da ist der SOLEMNITY-Output trotz noch längerer Spielzeit etwas variabler.

(7 Punkte)


(VÖ: 15.05.2026)

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