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GAMMACIDE – Toxic Mercenaries

2026 (NoLifeTilMetal Records) - Stil: Thrash Metal

Texas‘ One and Only GAMMACIDE sind mit einem neuen Album nach 37 Jahren zurück. Unfassbar. Aber es war abzusehen, dass die Texaner nach ihrem erfolgreichen Comeback beim „Hell`s Heroes Festival“ in Houston es noch einmal wissen wollen. GAMMACIDEs Debut `Victims Of Sience` kam 1989 auf dem kleinen, aber legendären Label „Wild Rags Records“ raus und wurde schnell zu einem Kultalbum mit seinem kompromisslosen Stil. Dennoch schaffte es die Band nie, über einen Insider Status heraus, und verschwand trotz großartiger, unverwechselbarer Leistung im metallischen Nirvana.

Das von Sänger Varnam Ponville produzierte neue Album wirkt im Sound old schoolig, wobei ich mir persönlich gerade im Bereich der Gitarren einen doch aggressiveren Sound gewünscht hätte. Musikalisch hält man sich an den Vorgänger. Sprich die GAMMACIDE`schen Gitarren und der kantige Gesang sind die Grundpfeiler der acht neuen Songs. GAMMACIDE stehen für kompromissloses Holzen mit dem über weite Strecken typischen Uffta-Uffta-Drums, die dabei recht steril klingen. Old school as fuck muss man das einfach nennen. Wer sich eine Brachialnummer wie `Meet Your Maker` reinzieht, der kann eigentlich über all die neuen Thrash Metal-Truppen mit Niveauanspruch lachen. Das hier ist das „ehrliche True Thrash“ Geballer. Es ist schon verblüffend, in welcher Zeitschleife die Texaner hängengeblieben sind. Als hätte es die über 35 Jahre Auszeit nie gegeben. Das bringt allerdings auch einen Kritikpunkt mit sich. Die acht Songs unterscheiden sich nur unwesentlich voneinander, was das Benennen eines Album-Highlights erschwert. Nach nicht wenigen Durchgängen würde ich `Sinkhole` und den Titeltrack als meine persönlichen Favoriten ansehen, ohne jedoch die Qualität der restlichen sechs Songs schmälern zu wollen. Wie gesagt, die Songs unterscheiden sich nur sehr, sehr geringfügig.

In der überschwemmten Thrash Metal-Szene ist es sicher nicht leicht hervorzustechen, aber GAMMACIDE haben schon einige Alleinstellungsmerkmale, die kann man zwar nicht an Qualitätsmerkmalen festmachen, sondern nur an den Gitarren, dem sehr kantigen Gesang und die konstant gleiche Taktung. Das mag manchem nicht anspruchsvoll genug sein, aber einem echten Old School Thrasher wird dieses Album ein maximales Grinsen ins Gesicht treiben und die Erinnerungen an das legendäre Debüt und das zuvor veröffentlichte Kultdemo erneuern.

Erhältlich in zwei Vinyl-Farben, eine davon in der GAMMACIDE Lieblingsfarbe Neongiftgrün, und natürlich in CD-Form.

(8 Punkte)

https://www.facebook.com/gammacide 


Cover-Artwork: „Toxic Mercenaries“ von Gammacide
(Artwork & Layout: Scott Waters /
© 2026 NoLifeTilMetal Records)
Bandfoto (im Textfluss):
Gammacide (Fotografie: David Treadway /
DDTstudio Productions /
© 2026 NoLifeTilMetal Records)

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