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THÆTAS – The Irredeemable Age

2026 (Profound Lore) - Stil: Death Metal/Progressive Metal/Thrash Metal

Death Metal ist nicht unbedingt mein Genre. Die klassischen Vertreter der Anfangstage wie MORBID ANGEL oder DEATH liebe ich, vieles, was sich heute in den extrem-gutturalen Bereichen des Genres versammelt, ist mir dagegen schlicht zu anstrengend.

THÆTAS sind hier eine Ausnahme. ´The Irredeemable Age´ überzeugt nicht nur durch seine brutale Wucht, sondern vor allem durch die instrumentale Qualität und den Ideenreichtum, mit dem die New Yorker ihre rund 30 Minuten Spielzeit füllen.

Bereits ´DHUKA´ macht klar, wohin die Reise geht, mit den massiven Chugging-Riffs, Gravity Blasts, kreischenden Pinch Harmonics und gutturalen Vocals, die auf Breakdowns und überraschende Wendungen treffen.

Die Einflüsse von SUFFOCATION oder DYING FETUS sind deutlich zu hören, dennoch bleibt die Musik nicht bei klassischem New York-Brutal Death stehen. Dissonante Passagen, ungewöhnliche Harmonien und schräge Taktwechsel geben den Songs eine technische, teilweise fast abseitige Note.

Gerade die kurzen Stücke profitieren davon. ´Summers Of Hate´ dauert kaum zwei Minuten und entwickelt mit seinen Blastbeats, tiefen Gutturals und abrupten Akkordwechseln eine enorme Intensität.

Der Titelsong setzt dagegen auf ein langsameres, dissonantes Grollen, in das immer wieder technische Bassläufe, Gitarrenharmonien und hervorragende Schlagzeug-Fills einbrechen.

Auch danach bleibt die Band ideenreich. ´For The Hope Devoid´ verbindet Old School-Death Metal-Elemente mit einem furiosen Solo, während ´Stretched Paradox´ und ´Daytime Lantern´ mit spacigen, atmosphärischen Momenten und geflüsterten beziehungsweise gesprochenen Vocals für Kontraste sorgen. Gewisse CYNIC-Momente schimmern immer wieder durch oder auch DEATH in ihrer Spätphase.

´Digital Locusts´ beschließt das Album als längster Track und verbindet die bereits bekannten Elemente mit thrashigen VOIVOD-Riffs, jazzigen Momenten und einer bemerkenswert druckvollen Bassarbeit.

Die Produktion passt hervorragend zum Material und ist warm, organisch und mit genau dem richtigen Maß an Dreck, ohne die einzelnen Instrumente zu verschlucken.

THÆTAS haben mit ´The Irredeemable Age´ ihre Möglichkeiten gegenüber dem Debüt deutlich erweitert. Technisch anspruchsvoll, eigenwillig und kompromisslos brutal.

(8,5 Punkte)

https://www.facebook.com/THAETAS


Pic: Patrick Hawkins

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