
SHADOWS OF JUPITER – Bones
2026 (Ripple Music) - Stil: Stoner Doom Metal/Heavy Psych
Der beeindruckende Titelsong der US-Amerikaner aus Chicago/Northwest Indiana gibt die Strategie für das Album vor. Gewaltige und trotzdem luftige Riffs, psychedelische Musiklandschaften mit Jam-Charakter, Wah-wah-Gitarreneskapaden von Guitarplayer Colin Peterson und mit John Piotrowski ein Sänger mit cooler Power, wie geschaffen für Stoner Rock. Starker, siebenminütiger Start.
´Porta Coeli´ hieß die Debüt EP (die es allerdings mit Bonus auf eine ziemlich lange Spielzeit brachte) und mit ´Bones´ gibt es den ersten Longplayer. ´Whatever God You Fear´ ist kompakter und wird von einem permanenten Trommelwirbel vorangetrieben. ´Ugly On The Inside´ bringt bei den Riffs und der Songlänge wieder deutlich mehr Volumen mit und zeigt Grunge-Anleihen. Die gibt es immer mal wieder.
´Echo Chamber´ ist ein alptraumhaftes Psycho-Stück im Doom Metal-Bereich. Wahrscheinlich der zugänglichste Titel und einer der Höhepunkte mit schrägem Gitarrensolo. ´Rumblestrip´ begibt sich anschließend auch sehr schnell in Metal-Gefilde.
´Riot Dogs´ testet zu Beginn mit dem Bass-Einstieg deine Lautsprecher – Tieftöner (viele Grüße an Geezer Butler) und bringt dann einen wahren musikalischen Sturm mit. ´For Heaven Above´ ist ein kleines Feuerwerk aus Schwere und Melodie zum Abschluss, wobei das Riff stark an Robin Trower erinnert. Der scheint bei der Band und dem Gitarristen hoch im Kurs zu stehen (siehe auch noch die Abschlussbemerkung unten).
Insgesamt sehr schwere Heavy Kost, meist unspektakulär, aber mit eigener Handschrift und viel Energie, auch Dank der kraftvollen Produktion. Das neunminütige Tribut ´Bridge Of Sighs´ von Robin Trower sollte man sich auf der Bandcamp-Seite nicht entgehen lassen (stammt von 2023 und wurde auf der EP integriert).
(8 schwere Punkte)
https://www.facebook.com/ShadowofJupiterOfficial/
(VÖ: 10.07.2026)



