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VOIVOD – Symphonique

2026 (Century Media) - Stil: Progressive Metal/Experimental

VOIVOD müssen längst niemandem mehr etwas beweisen. Seit vier Jahrzehnten bewegt sich die Band aus Québec konsequent auf ihrem eigenen Kurs, unbeirrt von Trends und Erwartungen.

Mit ´Symphonique´ erfüllt sich nun ein lang gehegter Traum von Schlagzeuger Michel „Away“ Langevin, und es wurden zwölf Songs aus dem Bandkatalog gemeinsam mit dem “Orchestre Symphonique de Québec” neu arrangiert und am 4. Juni 2025 im “Grand Théâtre de Québec” aufgeführt.

Orchester und Metal sind längst keine ungewöhnliche Kombination mehr. Doch während solche Projekte oft wie nachträglich aufgepfropfte Veredelungen wirken, liegt der Fall bei VOIVOD anders. Die Musik der Kanadier war schon immer von einer filmischen, bisweilen beinahe klassisch anmutenden Dramaturgie geprägt. Denis „Piggy“ D’Amours eigenwillige Harmonien und schrägen Akkordfolgen hatten oft mehr mit avantgardistischer Filmmusik als mit konventionellem Thrash Metal zu tun.

Entsprechend selbstverständlich fügen sich die Arrangements von Hugo Bégin in das Material ein. Bereits der Opener ´Experiment´ entwickelt eine dystopische Wucht, die tatsächlich an den Soundtrack eines Science-Fiction-Films erinnert. Überhaupt lebt ´Symphonique´ von dieser Atmosphäre, und das Orchester dient nicht als dekorativer Hintergrund, sondern erweitert die Kompositionen um neue Farben und Spannungen.

Besonders eindrucksvoll gelingt dies bei ´The End Of Dormancy´, dessen ohnehin monumentale Anlage durch Blechbläser und Streicher zusätzlich an Gewicht gewinnt. Auch ´Forgotten In Space´ profitiert enorm von seiner orchestralen Neufassung. Die eröffnende Ouvertüre verleiht dem Stück eine cineastische Größe, die den Kern der Komposition deutlicher hervorhebt als je zuvor.

Die Setlist konzentriert sich vor allem auf die progressive Phase der Band. Neun der zwölf Stücke stammen aus den Jahren 1984 bis 1989, insbesondere von ´Dimension Hatröss´ und ´Nothingface´.

Den Abschluss bildet die längst etablierte PINK FLOYD-Verbeugung ´Astronomy Domine´. Danach bleibt vor allem der Eindruck einer außergewöhnlich gelungenen Neuinterpretation eines ohnehin einzigartigen Gesamtwerks.

(8,5 Punkte)

https://www.facebook.com/Voivod


(VÖ: 05.06.2026)

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