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UNCLE ACID & DEADBEATS – Shapes Of Midnight

2026 (Killer Candy) - Stil: Psych Rock / Heavy Rock

UNCLE ACID & THE DEADBEATS treiben seit 2009 ihr Unwesen und haben sich eine große Fangemeinde erarbeitet. Die Briten legen bereits ihr siebtes Album vor. 

Das Album entstand durch Live-Aufnahmen in den legendären “Abbey Road Studios” unter Verwendung der besten EMI-Mischpulttechnik aus den 1960er Jahren. Dadurch hat die Band ihren besonderen Sound verfeinert und gleichzeitig fokussiert. 

THE BEATLES sind auch tatsächlich neben BLACK SABBATH und vielen anderen ein Teil ihrer Einflüsse. ´House By The Grave´ startet mit knarzigen, verzerrten Riffs und dem charakteristischen melodischen Gesang von Vokalist und Bandleader Kevin Starrs. Dabei ist eine Verwurzelung von den 60er- und 70er-Jahren bis in die 80er-Jahre zu erkennen. 

Zum Teil klingt es durch die Produktion bewusst etwas trashig (ohne “h”, ja klar). Der treibende Titelsong wird mit doppelten Vocals (Starrs wird unterstützt durch die weiblichen Vocals von Rachel Burnett, die seit 2024 als fünfte Musikerin in der Band ist und noch die Keyboards bediennt) eingesungen. Der Song verbreitet eine nervöse Stimmung.

Noch eine Steigerung stellt das mit einer hypnotischen Stimmung ausgestattete ´When Evil Wakes´ dar, das auch ein sehr langes, eher weltliches, Gitarrensolo enthält.

´Don’t Let It Control You´ ist kompakter, eingängiger und auch deshalb folgerichtig vorab als Single (in unterschiedlichen Farben) erschienen. Bleibt auch schnell im Gehirn haften. ´Psycho On The Loose´ klingt nach einer Mischung aus den 70er-Jahren (von Space Rock bis Glam Rock) und der NWoBHM. 

Der Gegensatz zwischen der doch harten Musik, insbesondere bei den teilweise übersteuerten Riffs, und dem melodischen Gesang macht einen der Pluspunkte des Albums auf. Das schön betitelte ´I Won’t Sleep (’Til You’re Gone)´ hat dann sogar eine gewisse poppige Leichtigkeit. ´The Other Side Of The Sky´ pendelt zwischen Doom, Pop und Hard Rock.

´Sleep No More´ punktet zum Schluss wieder mit den verzerrten Riffs, einem verschleppten Takt und dem charakteristischen gedoppelten Gesang und verschwindet im gespenstischen Space-Nirvana. Interessante Band mit einem relativ originellen Sound durch den Mix von harten Riffs, Gitarrensoli der 70er-Jahre, die geprägt von der damaligen Gitarristen-Generation sind, und den harmonischen Vocals. 

Die genannten Horror-Motive sind vor allem in den Songnamen und den Lyrics der acht Songs präsent. Meist diskret auch in einzelnen Songs. Und auch visuell im wirklich guten Neo-Slasher-Video zu ´Don’t Let It Control You´.

Die Band kann und sollte jede / jeder für sich austesten, deren/dessen Interesse jetzt geweckt wurde. Spannend ist die Band auf jeden Fall und irgendwie auch ziemlich britisch. Und ich werde mit jeder Runde Hören süchtiger nach dem Album, das sich in meinen Gehirnwindungen festgesetzt hat.

Es gibt verschiedene Vinyl-Versionen.

(8,5 Punkte)

https://www.facebook.com/uncleacid


Pic-Credit: Karin Hunt
(VÖ: 18.09.26)

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