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SWEET – The Answer

1992/2026 (Metalville) - Stil: Glam Rock / Hard Rock

Ein weiteres SWEET-Altwerk. Es wurde ursprünglich 1992 unter dem Titel ´A´ veröffentlicht. Drei Jahre später kam es als ´The Answer´ zu einer weiteren Veröffentlichung mit diversen Bonustracks. Jetzt, da wohl schon lange vergriffen, zu einer weiteren Auflage.

Mal McNulty war als Sänger verpflichtet worden. Steve Mann (Gitarre, Keyboards) und Bodo Schopf (Schlagzeug) sowie Jeff Brown (Bass) ergänzten die Band um Andy Scott. ´Do As I Say´ zeigt gleich eine Mischung aus Hard Rock und Glam Rock mit dem charakteristischen Chor-Gesang. Mal McNulty ist eher ein Hard Rock Shouter, weshalb die Band stärker in diese Richtung ging. Allerdings war dieser Sound 1992 nicht so richtig gefragt.

´X-Ray Specs´ (ursprünglich erst später mit ´The Answer´ veröffentlicht) ist auch auf den rauen Gesang von Mal zugeschnitten, mit eingängigem Refrain und einem ordentlichen Keyboard-Anteil. ´Am I Ever Going To See Your Face Again´ liegt irgendwo zwischen Bubblegum-Rock und den 80er-Jahren STATUS QUO, ist allerdings ein THE ANGELS-Titel vom ersten Album von 1977 der unterschätzen australischen Band.

QUO-Bassist Alan Lancaster hat in meiner Erinnerung nach seiner liebesbedingten Emigration nach Australien mit John Neeson als THE PARTY BOYS auch den Titel des Öfteren live gespielt. Er klingt aber wirklich wie QUO und soll von der QUO B-Seite ´Lonely Night´ von der ´Break The Rules´-Single von 1974 abgekupfert sein (die Parallelen sind schon frappierend). Diese Version von SWEET ist okay.

Weiter im Kontext: ´Stand Up´ ist ziemlich heavy, aber eher Durchschnitt. Auch viele der nächsten Songs sind ordentlicher Rock, nicht mehr und nicht weniger. ´Natural´ ist eine bombastische Ballade, die zeigt, das es gesanglich auch anders geht.

Auch Mal McNulty steuert mit Steve Mann und ´Mind´ einen Song bei (nicht der einzige), der stark in den 70er-Jahren verwurzelt ist. ´Marshall Stack´ von Andy und Mal geschrieben, orientiert sich dem Titel gemäß an hartem Rock à la AC/ DC und DEF LEPPARD.

Die Gemeinschaftsproduktion ´Red Tape´, erinnert wieder etwas mehr an den Hard Rock der 70er-Jahre Variante, ist mir irgendwie hinten raus zu lang. ´When Friends Fall Out´ ist eine zahnlose Akustik-Ballade. ´Is It True´ ist eine Rockballade, die Mal sich mit Steve Mann auf den “Leib geschrieben hat”.

Ähnlich verhält es sich mit der McNulty-Komposition ´Dangerous Game´, bei der Mal seinen Power-Gesang anwenden kann. ´I Don’t Want To Say Goodnight´ ist purer AOR, ursprünglich von der Band PLANET 3 eingespielt und einer der zusätzlichen Titel, mit denen ´A´ als ´The Answer´ angereichert wurde. Austauschbar.

´Crudley Mott´ ist heavy und klingt nach den alten THE SWEET, allerdings etwas zusammengeschustert, wird es dann im zweiten Teil zur Polka. Nach drei Alternativversionen ist das Album nach 17 Songs zu Ende. Und der Verdacht da, dass die Band damals etwas orientierungslos war und alle möglichen Stile ausprobierte.

Trotz frischem Blut klingt das Album im Vergleich zur damaligen Konkurrenz wie von gestern. Es war 1992 auch nicht gerade die Zeit für den SWEET’schen Rock. Das Album ist aber trotz der hohen Anzahl an Songs meist hörenswert und kann zumindest SWEET-Fans ans Herz gelegt werden.

(Ohne Wertung)


(VÖ: 10.07.2026)

 

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