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SMOKEMASTER – In The Temple

2026 (Tonzonen Records) - Stil: Neo Psych / Krautrock

Eher ruhig lassen es SMOKEMASTER mit dem Opener ´No Other One´ angehen – irgendwo zwischen THE BYRDS, Crosby, Stills And Nash und REM, ohne zu sehr in der Vergangenheit gefangen zu sein. In der Mitte des Songs übernimmt eine klassische Orgel das Solieren.

´Sounds From The Ether´ führt den Weg fort und integriert Neo Folk und Blues Rock. Dann gibt es integrierte Alltagstöne wie das schon die THE BEATLES in den 60er-Jahren gemacht haben. Sänger Jack McAfee singt immer defensiv und songdienlich. Das dritte Album der deutschen Band lässt sich Zeit beim Entwickeln von Stimmungen meist der positiven Art.

´Do It Again´ ist Prog Rock an den Aufbruchsjahren orientiert und entspannt mich nach der Chaosfahrt aus den Niederlanden mit der deutschen Bahn. Ein Paralleluniversum regt die Fantasie an und endet im spacigen Jam. Noch ausufernder wird ´Down In The Salt Mines´ mit über sieben Minuten Spielzeit. Ein Trip in Krautrock-Welten und spacigen Modulen und PINK FLOYD der Frühphase.

Mancher oder Manchem werden das Vögelgezwitscher in ´Under The Sun´ mit Flötentönen etwas zu kuschelig sein oder das opulente ´Peace Of Mind´ zu launig. Die Band geht aber mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail vor. Vielleicht mag auch nicht jede oder jeder den Flower Power Gesang. ´Citrus Leaves´ erinnert stark an Crosby, Stills And Nash und beendet die Platte.

Insgesamt stark an die goldenen Rock-Zeiten angelehnt, nur wenig am Hier und Jetzt interessiert. Aber trotz dem großen Traditionsbewusstsein und dem Aufsaugen aller möglichen Einflüsse hat mir das Anhören viel Spaß gemacht. Neo hin oder her. Es tut gut, wieder eine Platte zu hören, die eine gewisse Bewusstseinserweiterung beinhaltet.

(7,75 Punkte)

https://www.facebook.com/SmokemasterPsychedelic?locale=de_DE

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