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CRIMSON ROOTS – Open Roads

2026 (Tonzonen Records) - Stil: Blues Rock / Progressive Rock

Die Nürnberger Band um die Sängerin Ina Salaj legt ihr Debütalbum vor. Gleich mit dem Einstieg ´Drifting´ zeigt Ina, dass sie sehr stimmgewaltig ist und die Band selbst erinnert an etablierte Neo Progressive Rocker wie die starken Schweden SIENNA ROOT.

Der Sound ist auch sehr warm und direkt. Der Titelsong ´Open Roads´ pendelt zwischen starkem, expressivem Gesang und bluesiger Gitarre. Dabei sind die Songs von der Spielzeit meist eher kompakt. Auch beim dramatischen ´Steps´ und dem melodramatischen ´Clocks´ steht die sehr begabte Ina im Mittelpunkt, aber Orgel und Gitarre setzen hier auch eigene Akzente.

Das träumerische ´Nowhere´ ist rhythmisch spannend aufgebaut. ´Falling Through´ hat dagegen ein paar Längen. ´When´ ist wiederum sehr zupackend. ´The Tower´ ist auf jeden Fall einer der Höhepunkte. Auch hier fällt der gekonnte und durchdachte Songaufbau wieder ins Ohr. Auch der Doppelpack des Songs ´The Crossing´ bietet anspruchsvolle Rockmusik mit Blick zurück auf die Rockgeschichte, ohne obsolet zu wirken. Das rockige und gleichzeitig parallel sanfte ´Mountain´ sorgt für einen spannenden Abschluss.

Wenn die Instrumentalisten noch etwas mutiger aus sich herausgingen, wäre noch mehr Anerkennung möglich. Anderseits ist es voll verständlich, dass man sich meist auf den starken Gesang von Ina verlässt, der an legendäre Sängerinnen wie Grace Slick oder Julie Driscoll, aber auch Blues Rock-Größen erinnert. Insgesamt ein hervorragendes Debüt.

(8 Punkte)

https://www.facebook.com/crimsonroots.band

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