PlattenkritikenPressfrisch

BRØNS – The Fellowship

2026 (Independent/Just For Kicks Music) - Stil: Keltischer Progressive Rock / Symphonic Folk Prog / Cinematic Prog Rock

´The Fellowship´ ist das vierte Studioalbum von BRØNS. Es umfasst 15 Titel mit einer Gesamtlaufzeit von über 76 Minuten und ist als durchkomponiertes Konzeptalbum angelegt. Inhaltlich basiert es auf J. R. R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“, konkret auf dem ersten Band „Die Gefährten“. Die musikalische Struktur folgt einer Abfolge einzelner Stücke, die inhaltlich und musikalisch miteinander verbunden sind und sich im späteren Verlauf zu einer Suite zusammenfügen.

Die Kernbesetzung besteht aus Dave Brons an Gitarre und Keyboards, John Biglands an Schlagzeug und Keyboards, Daniel Day an Irish Whistles, Bass und Keyboards sowie Sally Minnear als Hauptsängerin. Ergänzt wird das Album durch eine Reihe von Gastmusikern, darunter Dave Bainbridge am Piano und in der Orchestrierung, Troy Donockley an Uilleann Pipes und Low Whistles, Catherine Ashcroft ebenfalls an Uilleann Pipes, Matt Steady an Violinen, Ian Brons am Cello, Stephen Bradnum für Brass- und Chorarrangements sowie Mark Swift am Piano.

Die Musik verbindet Gitarrenarrangements, keltisch geprägte Holzblasinstrumente, Streichinstrumente und Keyboards zu einer durchgehenden Komposition. Die Drums sind überwiegend akustisch geprägt, werden jedoch stellenweise durch programmierte Elemente ergänzt, die die rhythmische Basis stabilisieren.

Das Album beginnt mit ´Shadow Of The Past´, das auf leise Keyboardflächen, Flötenlinien und reduzierte Gitarren setzt. ´Nameless Fear´ arbeitet mit wechselnden Taktarten und stark akzentuierten Gitarrenrhythmen. ´Over The River´ und ´Aragorn´ führen Melodien ein, die durch Pipes und Gitarren getragen werden. In ´Aragorn´ steht die Kombination aus Uilleann Pipes und verzerrter Lead-Gitarre im Mittelpunkt.

´The Road Goes Ever On´ basiert auf akustischer Instrumentierung, bei der Pipes, Whistles und Piano dominieren. ´Just One More Step´ und ´Flight To The Ford´ nutzen ein schnelleres Tempo, wobei insbesondere die Gitarrenarbeit und das Schlagzeug in den Vordergrund treten. ´The Fellowship´ als Titelstück kombiniert Gitarrensolo-Passagen mit orchestralen Keyboardflächen und Chorstimmen.

Ab ´The Voice Of Saruman´ wird die Struktur stärker zyklisch. ´The Mines Of Moria´ verwendet tief gestimmte Gitarrenriffs und dichte Schlagzeugfiguren. ´The Mirror Of Galadriel´ reduziert die Instrumentierung deutlich und basiert auf ruhigen Gitarren- und Piano-Linien sowie sparsamer Gesangslinie. ´The River Anduin´ setzt auf  längere melodische Bögen. ´Whatever It Takes / Boromir´ ist stärker perkussiv aufgebaut und enthält dynamische Gitarren- und Gesangspassagen. ´Let The River Take Him´ schließt das Album mit reduzierter Instrumentierung aus akustischer Gitarre, Flöte und sanftem Gesang ab.

Die Struktur des Albums ist klar auf Übergänge zwischen orchestralen, folkloristisch geprägten und rockorientierten Passagen ausgelegt. Die Stücke wechseln zwischen akustischen und elektrisch verstärkten Arrangements, wobei sich wiederkehrende melodische Motive über mehrere Titel hinweg fortsetzen. Die Verwendung von Pipes, Violine und Cello ist dabei gleichwertig zu den Gitarrenparts eingebunden und nicht nur als Ergänzung, sondern als gleichberechtigter Bestandteil der Arrangements. Die Beteiligung von Musikern aus dem Umfeld von IONA und NIGHTWISH (insbesondere Troy Donockley und Dave Bainbridge) erweitert die klangliche Ausrichtung um Elemente aus keltischem Folk und progressivem Rock mit symphonischer Ausprägung.

Keltische Magie trifft auf epischen Prog-Rock: Das ist der Soundtrack, den Mittelerde schon immer verdient hat!

(8,5 Punkte)

https://www.facebook.com/DaveBronsMusic/

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"