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SPREAD EAGLE – The Brutal Divine

2026 (Frontiers Music s.r.l.) - Stil: Hardrock

Man hat aus seinen Fehlern gelernt und lässt mit dem zweiten Album nach der Reunion das Comeback-Album `Subway To The Stars` von 2019 vergessen. Zum Glück. Denn dieses Album war ein Schlag ins Gesicht all der alten Fans, die der Truppe in den Neunzigern die Treue hielten.

Und mal ganz nebenbei, ihr gleichnamiges Debüt von 1990 gehört mit zum Besten, was aus dieser Zeit an klassischem Hard Rock mit Kick-Ass-Attitüde übrig geblieben ist. Mit Songs wie `Scratch Like A Cat`, `Switchblade Serenade` oder dem Übersong `Suzy Suicide` hat man sich eigentlich unsterblich in einem damals dahinsiechenden Genre gemacht.

Umso ärgerlicher war das ComebackA-lbum, welches sich meilenweit vom ursprünglichen Sound entfernt hatte und mit eher modernen Einflüßen hantierte. Die Reaktionen waren dementsprechend, aber man scheint die Kritik zur Kenntnis genommen zu haben und liefert auf `The Brutal Divine` einen fast schon rundum erneuerten Stil, der in weiten Teilen zum ursprünglichen Sound/Stil zurückführt.

Das Gespür für die musikalische Vergangenheit ist in weiten Teilen tatsächlich spürbar und hält dabei einige solide Arschtreter bereit, die man gerne als dreckigen Street Rock`n`Roll mit metallischer Schlagseite bezeichnen kann. Allen voran flotte Up-Tempo Kracher wie `Street Noise`, `Inside A Strunken Head` oder das großartige `Jail Rat´. Sänger Ray West selbst beschränkt sich wieder auf einen Gesang, der dem Attribut “rockt” sehr nahe kommt und nicht mehr im Modernen wildert. Auch bei den weniger flotten Tracks bleibt nicht wenig “Dreck” im Gehör hängen, was Nummern wie `Gunflower` oder `Forbidden Local Honey` untermauern. Hervorzuheben auch der Dampfhammer `Pushed To The Limit`, ein furztrockener, arschtighter Rocker mit bohrenden Riffs. Geil.

Dass man hier und da das ein oder andere Riff hört, das manche eventuell dem Grunge-Genre zuordnen, kann man nicht ausschließen, je nachdem wie man musikalisch geprägt ist. Grundsätzlich darf man aber behaupten, SPREAD EAGLE haben 2026 ein schmerzfreies, authentisches, eigenwilliges und vor allem unterhaltsames Hard Rock-Album mit Rock`n`Roll-Attitüde rausgehauen, das vieleicht sogar der nächste Step auf dem Weg zu einem Album wie dem Debüt darstellt.

(7 Punkte)

https://www.facebook.com/spreadeaglenyc/?locale=de_DE


Pic: Keith Celentano

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