
DREAM UNENDING – Certain Uncertainties
2026 (20 Buck Spin) – Stil: Doom, Jazz, Progressive Metal
DREAM UNENDING beschreiben ihre Musik selbst als „Adult Contemporary Doom„. Eine durchaus treffende Bezeichnung für das dritte Album ´Certain Uncertainties´, auf dem neben Doom auch Jazz, Folk und Rock ihren Platz finden. Dafür braucht es gerade einmal zwei Musiker: Justin DeTore am Schlagzeug und Gesang sowie Derrick Vella an Gitarre und Bass. Gemeinsam erschaffen sie ein ungewöhnliches Wechselspiel aus filigranen Klanglandschaften, entspannten Passagen und brachialer Schwere.
Wie weit diese stilistische Bandbreite reicht, zeigt bereits der Opener ´Blinding Allure´. Zunächst wiegen einen lässige, beinahe jazzige Klänge in Sicherheit, bevor tiefe Gitarren und böse Growls unvermittelt zuschlagen. Der Titeltrack ´Certain Uncertainties´ schlägt anschließend eine völlig andere Richtung ein. Entspannte Akustiktöne und Bläser rücken den Jazz in den Vordergrund und lassen den Doom vorübergehend vergessen.
Doch die Ruhe hält nicht lange an. Mit ´Strained Sincerity´ kehrt die Dunkelheit zurück. Prog Rock-Rhythmen treffen auf hallende Westerngitarren, während erneut lang gezogene Growls für die nötige Schwere sorgen.
Gerade diese überraschenden Wechsel machen den Reiz des Albums aus. DREAM UNENDING verbinden scheinbar gegensätzliche Stimmungen, ohne dass die Stücke dabei ihre Eigenständigkeit verlieren. Das Ergebnis ist weder klassischer Doom noch einfach nur experimenteller Jazz, sondern eine eigenwillige Mischung mit reichlich musikalischen Zwischentönen.
Was hört man hier also? Jazz oder Doom? Beides! Und DREAM UNENDING beweisen, dass sich die beiden Welten keineswegs ausschließen.
(8,5 Punkte)
https://www.instagram.com/thedreamisunending
(Cover-Gemälde: Benjamin Vierling /
© 2026 20 Buck Spin)



