
BLACK CAT MOAN – Wasteland
2026 (Independent) - Stil: Heavy Psychedelic Rock / Blues Rock
´Black Cat Moan´ war ein schwerer Blues Rocker vom Debüt von BECK, BOGART & APPICE, im Original von Don Nix geschrieben. Ob das bei der Namensgebung der schwedischen Band eine Rolle gespielt hat, ist mir nicht bekannt.
Das dritte Album erzählt laut Info in drei zusammenhängenden Teilen die Geschichte eines dystopischen Ortes. Im Gegensatz zur Utopie ist eine Dystopie eine sehr negative gesellschaftliche Zukunftsvision. Da fällt einen gleich “Blade Runner”, “1984” von George Orwell oder der 70er Science Fiction “Soylent Green” ein. Leider ist manches schon von der Wirklichkeit überholt worden.
Das dritte Album nach dem Debüt 1991 und dem Comeback nach über 30 Jahren mit ´Departure´ ist also eine Art von Konzeptalbum, das die Band in der Besetzung Lars Isaksson – Leadgesang, Jörgen Lantto – Gitarren, Bass, Backgroundgesang und Bo Åström – Schlagzeug und Percussion, aufgenommen hat. Also eine klassische Dreierbesetzung.
´Voodoo Power´ ist ein straighter Opener, vorwärts stürmend, mit rauem Gesang. Auch das anschließende ´Black Sugar´ mit AC/ DC Riff ist kompakt und erinnert auch ein wenig an BLUE CHEER und den unvergessenen Dickie Petersen.
´Primal Scream´ ist ein weiterer Rocker, dieses Mal aber etwas verschachtelter mit psychedelischen Elementen, an traditionellen Rock erinnernd. Der Titelsong setzt stärker auf Hard Rock Strukturen (gibt später noch einen Part 2 und 3).
Die Abwechslung ist nicht wirklich besonders groß, besonders beim sonoren Gesang von Lars. Songs wie ´Degeneration´ sind trotzdem, trotz einer gewissen simplen Struktur, sehr effektiv. Rock’n’Roll halt. Da gehen auch Leichtgewichte wie ´Down My Spine´ durch.
´Imagination´ beginnt etwas variabler mit einem federnden Schlagzeugspiel und viel Wahwah. ´Fatal Attraction´ überzeugt durch einen rockigen Chor, der noch etwas Nostalgie beisteuert.
´Screaming Blue Murder´ ist fieser und langsamer. Aber auch etwas zu lang nach meinem, nicht maßgeblichen (ja, hier schon), Geschmack. Die letzten beiden Songs sind Variationen des Titelsongs und mäßig spannend.
Ordentlicher harter, authentischer Heavy Rock, ohne wirklich spektakulär oder innovativ zu sein. Kann man hören.
(7,25 Punkte)
https://www.facebook.com/BlackCatMoanSthlm
(VÖ: 18.09.2026)



