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ROBIN TROWER – Shine

2026 (Provogue Records, Artone Label Group / Bertus) - Stil: Rock / Blues Rock

Robin Trower ist jetzt 81 Jahre alt und einer der wenigen noch lebenden Gitarrenhelden aus den 70er-Jahren. Er begann in den 60er-Jahren erfolgreich mit PROCOL HARUM. Mit dem Klassiker ´Bridge Of Sighs´, dem zweiten Album unter seinem Namen, hat er spätestens 1974 Rockgeschichte geschrieben. Leider hat er insgesamt nie die Anerkennung bekommen, die er verdient hätte.

Nichtsdestotrotz lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen und startet mit ´The Missing Piece´ gleich durch: Sein charakteristischer Gitarrensound, in dem immer ein wenig Jimi Hendrix und viel Robin Trower steckt. Wenn, dann erinnert sein Gitarrenspiel am ehesten noch an den mindestens genauso unterschätzten Kanadier Frank Marino.

Dazu kommt angenehmer Gesang, wieder vom starken Richard Watts. Und stets Strukturen und Melodien, die ihn schon in den 70er-Jahren von anderen Gitarristen unterschieden, die nur ihre Griffbrettartistik in den Mittelpunkt stellten. Dazu kommt ein Schuss Hard Rock sowie Soul und Funk.

Er hat in seiner Musikerkarriere durchgehend Platten veröffentlicht. Alleine rund zehn in den letzten 15 Jahren unter seinem Namen. Zuletzt das starke ´Comeback And Find Me´ 2025 und dieses Jahr bereits ein 2025 eingespieltes Live-Album.

Der Titelsong ´Shine´ zeigt, dass durch die Musik von Robin immer eine majestätische Weite entsteht, die die Fantasie der Hörerin / des Hörers ebenso anspricht, wie das rhythmische Gefühl. Robin erzählt zeitlose Geschichten, die von Richard Watts gefühlvoll, wie einst von James Dewar, interpretiert werden und auch Robins Gitarre ist ein großartiger Geschichtenerzähler. 

´Live Your Time´ zeigt, wie Robin es versteht, mit aufgedrehtem Verstärker unheimlich gefühlvolle Soli zu spielen. ´Faith´ ist ein weiterer Song voller Emotionen. Bei ´Driving On Through´ darf auch die Rhythmusgruppe zeigen, was sie kann (sie sind eigentlich ständiger kompetenter Begleiter), bevor Robin das nächste Gitarrensolo zündet.

Bei ´Truth´ ist wiederum (wie auf den beiden vorherigen Alben) die begabte Gastsängerin Jess Hayes mit an Bord. ´The Race´ ist ein Wahwah Power-Lehrstück. ´It’s Not Time´ nimmt sich zum Schluss noch einmal richtig Zeit und integriert psychedelische Elemente.

Zeitlose Rockmusik eines ganz großen Gitarristen, der weiter seinen unverkennbaren Stil pflegt, dabei unaufgeregt vorgeht und trotzdem ein sehr spannendes Album veröffentlicht hat. Die transparente Produktion passt sich dem hohen Niveau an. Das Coverartwork knüpft an die legendäre Coverartwork-Reihe in den 70er-Jahren an, wenn auch mit ganz anderen Motiven.

(8,25 Punkte)

https://www.facebook.com/RobinTrower


Pic-Credit: Rob Blackham
(VÖ: 25.09.2026)

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