
MONOLORD – Neverending
2026 (Relapse) - Stil: Stoner Rock/Doom/Sludge Metal
Nach fünf Jahren Pause kehren MONOLORD mit ´Neverending´ zurück – einem Album, das sowohl als konsequente Fortsetzung als auch als leichte Verschiebung innerhalb ihres bisherigen Kurses verstanden werden kann.
Die zwischenzeitlichen Soloarbeiten der drei Musiker scheinen dabei weniger Bruch als vielmehr Erweiterung gewesen zu sein, denn die Band wirkt eingespielt und scheint zugleich offener für Nuancen zu sein, ohne dadurch die Grundstruktur ihres Sounds anzutasten.

Schon der Einstieg mit ´Iodine´ verzichtet auf unmittelbare Zerstörung und setzt stattdessen auf Aufbau, Raum und Spannung, bevor sich der typische, massiv verzerrte Kern entfaltet. ´You Bastard´ funktioniert als zugänglicher, aber keineswegs glatter Gegenpol: ein konzentrierter, melodisch erstaunlich klar gezeichneter Song, in dem sich schwere Riffs, fließender Groove und eine ungewöhnlich direkte Gesangslinie verbinden.
Im Verlauf des Albums zeigt sich immer wieder diese Balance aus kontrollierter Wucht und offener Struktur. ´Crystal Bridge´ und ´The Masque´ arbeiten stärker mit Kontrasten, während ´Invisible´ die melancholische Linie konsequent weiterzieht.
In den längeren Stücken verschiebt sich der Fokus deutlicher in Richtung Ausarbeitung und Variation. ´Inside A Collider´ entfaltet sich als langsamer, fast schrittweise wachsender Doom-Marsch, der sich aus einem einzigen Motiv heraus immer weiter verdichtet. ´Oozing Wound´ hingegen setzt stärker auf Bewegung im Detail, mit psychedelischen Zwischenräumen, verschobenen Rhythmen und einem Bassspiel, das zunehmend ins Zentrum rückt und dem Stück eine eigentümliche Dynamik verleiht.
Über alle Stücke hinweg bleibt eine konstante Grundstimmung erhalten, die das Material zusammenhält, ohne es zu glätten. Auffällig ist dabei die Klarheit der Produktion, die dicht, schwer, aber transparent genug ist, um Bass und Schlagzeug eine eigenständige Rolle zu lassen. Gerade diese rhythmische Basis trägt einen erheblichen Teil der Wirkung.
´Neverending´ wirkt wie eine Verdichtung des Bekannten, wobei die Band ihre Linien enger zieht, ohne sie zu verkürzen, und findet innerhalb dieses Rahmens genügend Raum für kleine Verschiebungen. Ein Album, das keine neue Sprache einführt, aber die vorhandene mit bemerkenswerter Sicherheit weiterführt.
(8 Punkte)
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Pic: James Rexroad



