
BAPHOMET’S BLOOD – Second Strike
2008/2026 (Dying Victims Productions) - Stil: Heavy Metal
Es beginnt mit einem langen, lyrischen Intro, düsteren Ansagen und dann geht es auf die Überholspur… Die italienischen True Metaller sind schon seit 2003 im Auftrag des Satans unterwegs. Sie sind keine Spaß-Metaller, sondern harte Kerle. Sie glauben an den wahren Metal und verbreiten diesen mit einem teuflischen Sendungsbewusstsein. Der Sänger mit dem schönen Namen Necrovomiterror auf Spuren der harten Shouter und ein heißer Kandidat für die nächste Lemmy-Casting-Show. Irgendwo zwischen RUNNING WILD und JAG PANZER pendelt sich nach dem Intro der erste Song ´Baphomet’s Blood´ ein. Speed Metal der ganz alten, bewährten Schule.
Das Album ist im Übrigen eine Wiederveröffentlichung des zweiten Machwerks von 2008 mit dem logischen Namen ´Second Strike´. Das Debütalbum ´Satanic Metal Attack´ wurde bereits veröffentlicht. Die Band hat sich im letzten Jahr reformiert. Und neben Necrovomiterror gibt es neue Musiker mit solchen Namen wie Bloodoildrinker und Nightagressor. Was haben sich die Eltern da bei der Namensgebung nur gedacht? ´Baphometal´ kloppt einfach genauso drauf los. Und Sänger Necrovomiterror grunzt wieder wie der selige Lemmy und es rumpelt wie bei TANK und VENOM. ´Army Of The Night´ setzt noch eine diabolische Schippe oben drauf. Damit ist dann aber auch zunächst der Höhepunkt des Albums erreicht. Die ´Satanic Force´ hebt irgendwie nicht so richtig ab. Auch ´Burn In Hell´ klingt etwas schal. Immerhin gibt es ein Break, das Abwechslung verschafft.
´Speed, Fast, Loud´ bringt die Botschaft der Jungs (laut den Metal-Archives: „Alcohol, Anti-Christianity, Metal, Satan“) auf einen fast schon philosophischen Nukleus. Und die Gitarrensoli zerstören sich gegenseitig. Was kann das noch toppen? Natürlich der ´Speed Metal Earthquake´: “Speed. Metal. Power. Kill. Die. Burn!” – bei solchen Lyrics kann man nur mitgrölen. Das geht schon in Richtung der lyrischen Qualität von MANOWAR. Geht die Botschaft noch einfacher? Natürlich! Mit dem abschließenden ´Making Noise And Drinking Beer´, einem Coversong der verdienten Ulmer Teutonen von TYRANT.
Mir macht das Album wirklich richtig Spaß und ich merke, wie ich mitbange. Nachdenken und größere Gehirnleistungen sind nicht gefragt. Das ist ab und zu hilfreich und tut immer mal wieder gut. Hail Satan! Shut up wimps and posers!
(8 satanische Punkte oder der Leibhaftige hole mich persönlich)
https://www.facebook.com/baphometsblood/
(VÖ: 26.06.2026)


