
THE QUILL – Master Of The Skies
2026 (Metalville) - Stil: Stoner Rock/Metal
Nach dem letztjährigen Reissuie von ´In Triumph´ (von 2006) hat die 1990 gegründete schwedische Band etwas Neues im Gepäck. Der Opener und titelgebende Song ist eine überraschend starke Hymne mit schweren Riffs und einer überzeugenden Melodie, die über den hellen Gesang von Sänger Magnus Ekwall vorgetragen wird.
Auch ´Dark City´ überzeugt durch eine gesunde Härte in Verbindung mit einem gehörigen Schuss Melodie. Dazu gibt es ein klug aufgebautes Gitarrensolo, das beeindruckt. ´You Can Not Kill My Soul´ integriert progressive Elemente aus den 70er-Jahren und BLACK SABBATH-Melodien. ´It’s Over´ ist ein düsteres Drei-Minuten-Opus mit schwerem Gepäck, aber auch sehr eingängig.
Das lyrische ´Son Of Light´ ist ein melodischer Übergang zum heftigen ´If Tomorrow Never Comes´, einem weiteren Kraftbrocken mit harten Riffs und dem klaren Gesang von Magnus, der einen deutlichen Wiedererkennungswert hat.
´Now You’re Gone´ erinnert am Anfang ein wenig an den BLACK SABBATH-Klassiker ´Planet Caravan´, findet dann aber seinen eigenen Weg. Marke “Düstere Ballade”. ´Light Turns Low´ ist eine noisige Hymne. Das über neun Minuten lange ´Mastodon´ ist ein schleichender Stoner Rock-Titel, der die Hörerin / den Hörer langsam in die Mangel nimmt und in seinen Bann zieht. So etwas wie der Nukleus des Albums, wenn auch spät erscheinend.
Überraschend frisches und packendes Album der Schweden im vierten Jahrzehnt ihres Schaffens. Klasse. Schwere Kost mit Wiedererkennungswert.
(8,25 Punkte)

