
Das Album startet mit einem Mundharmonika ´Intro´, so heißt auch der erste “Song”. Und klar – ´Down Below´, das anschließend rockend loslegt, klingt schon nach LED ZEPPELIN. Sänger James Bartholomew klingt (hier) nach Robert Plant und hat eine ziemlich ähnliche Stimme wie die auch am klassischen Rock ausgerichteten HOWLIN’ MAY QUEEN mit Sänger Daniel Ocean, die leider mit ihrem Album ´Tapes From The White Ballroom´ 2021 nicht richtig durchstarten konnten.
Das folgende ´Riverboat Queen´ erinnert wie ´Need Your Love´ auch an AEROSMITH und andere Klassik-Rocker und beides sind auch solide “Rocker”. Die Songs verbreiten eher eine sonnige Stimmung, auch durch den hohen Gesang von James, der keinerlei Aggressivität beinhaltet. Es geht weniger um die Dramatik und Dunkelheit von LED ZEPPELIN. Deshalb sind die Parallelen auch überschaubar. ´The Getaway´ hat zumindest eine gewisse Melancholie und lässt auch Gitarrist Tyler Arrosmith mal richtig von der Leine.
´Bittersweet´ knüpft dann doch sehr unverblümt an den LED ZEPPELIN-Balladen an. Schöner Song. Klingt original wie aus den frühen 70er-Jahren. ´Over The Mountain´ hält auch nicht so viel Abstand zu klassischen Vorbildern. Kann aber mit einem dynamischen Refrain aufwarten. Nach kleineren Längen kann ´The Rinsk´ zum Schluss noch einmal einen kleinen Höhepunkt setzen.
Ob es für derartige Musik gerade noch einen Markt gibt, weiß ich nicht. Eine gewisse Aufmerksamkeit hat die junge Band für ihren ursprünglichen Rock auf jeden Fall verdient. Im Herbst dürfen sie DEEP PURPLE auf Tournee – auch in Deutschland – begleiten.
(7,75 Punkte)
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(VÖ: 29.05.2026)



