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PHILIP LYNOTT – Fatalistic Attitude

1981/2026 (Mercury) - Stil: Rock / Pop / Wave

´Fatalistic Attitude´ sollte eigentlich Philip Lynotts zweites Soloalbum werden. Es wurde jedoch aufgrund der Veröffentlichung von THIN LIZZYs ´Renegade´ 1981 auf Wunsch der Plattenfirma verschoben und schließlich 1982 als ´The Philip Lynott Album´ mit geringfügigen Änderungen an der Songauswahl, der Songstruktur, der Produktion und der Track-Reihenfolge neu veröffentlicht. So wie hier vorliegend, wollte Philip es eigentlich immer veröffentlichen.

Als Teil des gleichzeitig veröffentlichten 8-CD-Boxsets ´The Story Of My Life´ liegt es auch als einzelnes Vinyl vor, weshalb ich es gesondert bespreche. Es beginnt mit einem der stärksten Solo-Songs von Philip Lynott: ´Somebody Else’s Dream´. Hervorragend – sowohl textlich als auch musikalisch. Der Titel schaffte es lediglich auf die B-Seite der ´Together´-Single, obwohl er deutlich besser ist als die meisten Titel auf ´The Philip Lynott Album´.

´Little Bit Of Water´ leitet die Songs ein, die ebenfalls auf ´The Philip Lynott Album´ erschienen sind – wenn auch in einer anderen Reihenfolge. Es gibt keine wesentlichen Unterschiede zu den späteren Versionen; im Fall von ´Little Bit Of Water´ ist diese Version allerdings länger.

Erst bei Titel Nr. 5 kommt mit ´Hate´ wieder ein Song, der bisher nur auf Bootlegs und im Netz zu finden war. Es ist ein guter Titel – vor allem textlich. Und leider auch heute noch sehr aktuell. Der Rest ist im Wesentlichen aus ´The Philip Lynott Album´ in mehr oder weniger ähnlichen Versionen bekannt.

Insgesamt ist dies für Historiker und THIN LIZZY-Supporter sehr interessant, auch wenn sich die Versionen der acht parallelen Songs nicht dramatisch unterscheiden. Allerdings klingen die Gitarrenlinien bei ´Ode To Liberty (The Protest Song)´ grundsätzlich deutlich anders und ähneln nicht Mark Knopflers Stil. Kein Wunder, hat doch Scott Gorham hier die Gitarre eingespielt.

´Cathleen´ und ´Growing Up´ sind das, was sie schon immer waren. Sanfte Lieder für Väter. Insgesamt zeigt ´Fatalistic Attitude´, wie schon vorher Philips erstes Solo-Album ´Solo In Soho´, welche Variabilität es in seinem Songwriting gab. Wie er authentisch die unterschiedlichsten Musikstile mischen konnte und immer überzeugend klang.

Wieder einmal ein großartiges Mastering von Richard Whittaker. Und das legendäre Cover-Artwork von Jim Fitzpatrick nach einem fantastischen Foto von Denis O’Regan (1981; andere frühere mit ähnlichem Motiv stammten von Chalkie Davis um 1976).

Schwach ist, dass es keine Beilage / kein Insert zu dem Album gibt. Da hat die Plattenfirma gespart.

(Bisher unveröffentlichter Klassiker)

https://www.facebook.com/ThinLizzyOfficial


Cover-Artwork: „Fatalistic Attitude“ von Philip Lynott
(Artwork-Design & Cover-Illustration: Hugh Gilmour /
Basis-Fotografie: Denis O’Regan /
© 1981, 2026 Mercury Records / Universal Music Recordings)

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