
Aus Nashville stammen diese vier Musiker um Bandgründer und Bassist Paul Klein, die Brüder Tate Richardson (Gesang) und Clint Richardson (Gitarre) sowie Grady Steel am Schlagzeug.
Mit ´Love Like A Live Wire´ startet ein zehn Songs-Reigen, der sich am Hard Rock der 80er-Jahre orientiert als Bands wie GREAT WHITE oder CINDERELLA populär waren, die immer auch einen Schuss Blues Rock in ihre Musik integrierten.
´Smile Now, Cry Later´ von Produzent Tuk Smith beigesteuert, hat auch ein AC/DC-Riff zu bieten und erinnert an die frühen DEF LEPPARD zu Zeiten von ´Pyromania´. ´Didn’t Wanna Write This Song´ schöpft dann auch aus dem großen AOR-Becken. Das verringert zumindest für mich den musikalischen Reiz. Es ist aber nicht so unangenehm, dass man den Songtitel der Band wortwörtlich nehmen müsste.
´Gotta Let Me Know´ ist dann zum Glück wieder zupackender und härter, aber auch ziemlich konventionell. ´The Drifter´ ist ein relaxter und trockener Hard Rock-Titel mit guter Gitarrenarbeit und einem Refrain, der funktioniert. Der Titelsong streift alle möglichen Klischees und lädt gleich zum Mitsingen ein. Ich ertappe mich auch beim eifrigen Fußwippen. ´Surfing With The Angels´ haut in die gleiche Kerbe.
´She’s So Rock n‘ Roll´ setzt auch auf gelungene Slide-Gitarren-Töne. ´Dreams, Dreamer´ destilliert noch einmal die Vorzüge der 80er-Jahre in einen passenden musikalischen Abschluss. Die genannten Referenz-Bands mag ich alle, zumindest in ihren Frühphasen. Deshalb habe ich auch dieses Debüt-Album bis auf kleinere Ausnahmen sehr gerne angehört.
Produzent Tuk Smith hat der Band die richtige erdige und kräftige Produktion beigefügt. Da gibt es wenig auszusetzen. Allerdings für einen Zeit- und Ohrenzeugen der 80er-Jahre ist das auch alles andere als sensationell.
Die Platte hat die für derartige Musik richtige Spiellänge, um als “kurzweilig” durchzugehen, aber zu wenig Originalität um mehr Punkte zu generieren.
(7,5 Punkte)



