
MIDNIGHT PREY – Jenseitsritt
2026 (Dying Victims) - Stil: Metal / Crossover
Die Hamburger Band veröffentlicht ihr zweites Album. Winston Ziller (guitars/vocals), Daniel Friesen (bass) und Hannes Ruhland (drums) bewegen sich dabei irgendwo zwischen Metal, Speed Metal und Hardcore Punk.
Mit dem klagenden Gesang von Winston und der genannten musikalischen Ausrichtung heben sie sich etwas vom Gros der derzeitigen Veröffentlichungen ab. Sie sind auch nicht am traditionellen, klassischen Metal orientiert, wie derzeit so viele Bands.
´Grimoire´ beginnt leidenschaftlich und stürzt die Hörerin / den Hörer in unterschiedliche Emotionen. Der Song ist relativ komplex. ´Torn Into Pieces´ ist etwas verhaltener und ein Stück Musik, das auch zwischen den oben genannten Stilen steckt. ´Witch King´ ist anschließend wieder intensiver und deutlich schneller.
´Kaspar Hauser´ bekommt durch die deutschen Lyrics und die vorwärts stürmenden Drums einen besonders interessanten Touch. ´Unknown Trails´ hat deutliche Speed- Elemente und der Gesang wird leidenschaftlich “herausgebellt”. Was dem Song etwas Dramatisches gibt.
´Starlit Nebulas´ kommt noch am ehesten in Richtung Metal, auch dank des eher eingängigen Refrains. ´Jenseitsritt´ zum Schluss ist wieder mit deutschen Texten unterlegt und ein gelungener Abschlusstitel. Der deutsche Text passt zum larmoyanten, wütenden Gesang.
Der Gesang erinnert von seiner Ausrichtung manchmal etwas an Pioniere wie DEPRESSIVE AGE. Mit der Musik assoziere ich irgendwie eine interessante Aufbruchsstimmung.
Eine gelungene Veröffentlichung mit vielen Stärken und wenig Schwächen (eventuell die Produktion, zumindest in der Vorabversion). Ansonsten: viel Leidenschaft und Energie.
(7,75 Punkte)
https://www.facebook.com/MidnightPrey
(VÖ: 25.09.2026)



