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NIGHT SPECTRE – Night Spectre

2026 (Dying Victims) - Stil: Heavy Metal

Polizeisirenen und Schüsse, ein gespenstiges Szenario. Dann setzen die Gitarren ein und der raue Gesang von Tasos Molyviatis, etwas an Shoutern wie Rob Halford orientiert. Außerdem sind Doppel-Lead-Gitarren stark aktiv und vermitteln ein NWoBHM-Feeling. Wie so viele derzeit, sind auch die fünf Musiker aus Athen am traditionellen Metal mit ihren acht Songs ausgerichtet. Dabei hört man sowohl traditionelle NWoBHM-Klänge, als auch einige US Metal-Einflüsse heraus oder hier beim Opener ´Death Contract´ Melodien, die an ´Walls Of Jericho´-Zeiten von HELLOWEEN erinnern.

´The Maniac´ folgt melodischer, aber auch mit breiter Brust. Thomas Stamatas und Dimitris Diogos setzen wieder Akzente an den beiden Gitarren. Ein gut eingespieltes Team. Sänger Tasos erinnert hier an Doug Lee von SIREN, etwas hölzern, aber auch mit einer guten Portion Originalität und dadurch einem gewissen Reiz. ´Cheating The Fates´ ist anschließend etwas klischeehaft und kann mich nicht vollständig begeistern.

´To Die In The Ancient Fire´ ist da wieder stärker. Epischer Metal mit progressiven Ansätzen, der an die alten Pioniere wie MANOWAR erinnert. ´Blades of Galvarino´ kann zumindest einige eigene Ideen transportieren und geht gesanglich wieder nahe in Richtung Doug Lee.

´Crossing The Abyss´ ist wieder ein epischer Metal-Titel mit Chören im Hintergrund. Auch ´Damnation Of Memory´ kann mit den doppelten Gitarren und dunklen Chören weitere Akzente setzen. Beim Titelsong ´Night Spectre´ überwiegen die US Metal-Ansätze deutlich hörbar und die Geschwindigkeit wird etwas erhöht.

Insgesamt ein gutes Album für alle True Metallerinnen und -Metaller ohne störende Experimente, aber mit viel Spielfreude und Spielkönnen.

(7,75 Punkte)

https://www.facebook.com/nightspectreband


(VÖ: 22.05.2026)

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