
PRO-PAIN haben den groovenden Hardcore in der Metalszene mit etabliert und sind seitdem eine Konstante in diesem Genre, wie AC/DC in ihrem Genre. Mit ihrem 1992 veröffentlichten Debüt `Foul Taste Of Freedom` haben sie ein Benchmark-Album geliefert und sind 2026 nun bei ihrem 16. Album angekommen.
Das erste in elf Jahren, was im Vorfeld Zweifel hat aufkommen lassen, ob die Band weiterhin ihrem Sound treu geblieben ist. Ist sie. Keinen Zentimeter ist man davon abgerückt. Es wird geliefert wie gewünscht: kontrollierte Wut, brutale Grooves und die urbane Gewalt des Hardcore. Stilvoll vereint in zehn neuen Tracks, die mit mauerzertrümmernden Riffs und Gary Meskils fiesen Shouts die Richtung vorgeben.
Abwechselung wird im musikalischen Kosmos der Amis, die in ihrem selbstgesetzten Korridor brutal wüten, eher klein geschrieben. Für frivole Dinge ist da kein Platz. Der Tritt in die Familienplanung ist vorprogrammiert. Und so ballert man locker aus der Hüfte Splitterbomben raus, die blutige Löcher hinterlassen. Allen voran `Demonic Intervention` mit totalen Hate-Screams, `Stone Cold Anger` oder `Scorched Earth`, welches locker den Acker umpflügt. Das albumschließende `Sky`s The Limit` überrascht mit einem positiven Vibe und eingängigem Refrain. Es bleibt die einzige Ausnahme auf diesem Album, das noch einmal deutlich beweisst, PRO-PAIN sind eine brutal ehrliche, verlässliche Riffwalze, die sich keinerlei Trends und musikalischen Strömungen unterwirft, und mit ihrem urbanen Stil ihre ureigenen Attitüde klar präsentiert: Fuck you.
`Stone Cold Anger` bietet dem Fan vertrautes und dem neugierigen Einsteiger die perfekte Basis um den Backkatalog zu erkunden.
(7,5 Punkte)



