
WHO ON EARTH – It Takes The Village
2026 (Independent) - Stil: Hard Rock / Metal
Richtige Rocker sind WHO ON EARTH aus New Jersey. So lange wie der graue Bart von Frontmann Coosh ist auch die musikalische Erfahrung der Band. Zumindest sehen die Jungs so aus und die Musik klingt auch gleich vom ersten Song ´Vigilance´ sehr organisch und eingespielt. Coosh ist ein kraftvoller Shouter, beim zweiten Song ´Any Other Way´ gibt es mächtige Chöre zur Unterstützung beim Refrain. Die Riffs der Gitarristen Johnny James Barone und Jimmy Kocha kommen trocken, beim kurzen Solo darf auch ein wenig geschreddert werden.
Dabei wird insgesamt songdienlich kompakt mit 3-4 Minuten agiert. ´Shadows´ bringt Metal, Rock-Dramatik und melodische Module in einem gekonnten Gesamtwerk zusammen. ´Good Man Down´ ist betonschwer, nur Coosh bringt trotz seiner Heavy-Shouter-Qualitäten hier etwas Leichtigkeit ein. ´Too Close´ ist einer der stärksten Titel und schafft es wieder, Schwere und eine gewisse beschwingte Aufbruchsstimmung miteinander zu verschmelzen. Im ruhigen Mittelteil können die Gitarren, aber auch Bassist Pete Rizzi ihre Fähigkeiten zeigen.

´Oh, Set Me Free´ transportiert eine unterschwellige Aggression. Coosh gelingt es, unterschiedliche Stimmungen gekonnt vokalistisch zu bearbeiten. ´We Don’t Belong Here´ ist kraftvoll. Nur ein Gitarrensolo mit Gimmicks gespickt unterbricht das hohe Energievermögen.
´Ascension´, ein überraschendes, an einen Soundtrack erinnerndes, bombastisches Intermezzo führt zum ruhigen Schlussspurt mit ´The Unbeaten´. Der Song führt mit einer Gesangspartnerin ein ganz anderes musikalisches Gesicht vor. Sehr gelungene Abwechslung mit zwei absoluten Gesangsprofis. Dazu kommt ein Bonustrack (mit einer weiteren Lehrstunde in Sachen Gesang mit viel Soul) und ein Techno-Elektro-Remix und eine Special Version des Openers.
Auch diese Platte wird nicht die Musikwelt aus den Angeln heben. Aber ´It Takes The Village´ ist ein Qualitätsprodukt und eine interessante Mischung aus Heavy Rock mit Metal-Elementen. Nicht mehr, aber schon gar nicht weniger. Und als Lieblingsbands gibt die Band IRON MAIDEN, RIVAL SONS (Gesang!) und GODSMACK an. Das zeigt ein wenig das musikalische Dreigestirn, in dem man sich musikalisch bewegt. Dazu “groovt” die Musik noch irgendwie und die Produktion ist vorbildlich. Und dann ist da der gute Coosh, der im Wettbewerb einen klaren Vorteil repräsentiert.
(8,25 Punkte)
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(VÖ: 08.05.2026)



