
IAN BLURTON’S FUTURE NOW – Imperial Filth
2026 (Pajama Party) - Stil: Rock / Heavy Rock
Ian Blurton, 61 Jahre, aus Chicago, vor längerem nach Kanada übergesiedelt, legt hier mit seiner Band ein neues Album vor. Nach ´Second Skin´ und ´Crimes Of The City´ (hatte ich besprochen) ist auch ´Imperial Filth´ eine Hommage an den ungehobelten, harten Rock traditioneller Spielart.
Es beginnt eher ruhig mit Streichern beim Opener ´Gallery Of Scars´, geht dann aber in einen breitbeinigen Midtempo-Rocker über, der mit heavy Riffs und eher melodischem Gesang zu überzeugen weiß.
´You Better Get Ready´ ist ein 2,5 minütiger Hard Rock-Song mit starken 70er-Jahren Einflüssen und NWoBHM-Spuren und Riffs à la Fast Eddie Clarke. Energiereich.
Ganz anders ´Heaven Is A Long Way From Home´, das komplexer startet, dann aber auch in einen gut abgehangenen Rocker mündet. Eine gewisse Komplexität bleibt aber gerade im leicht progressiven Mittelteil erhalten.
´When The Ends Don’t Meet´ geht stärker in die Doom-Richtung, aber auch psychedelische Sprengsel werden eingebaut. In der Mitte ein klassisches Gitarrensolo und Spaciges.

´Siren Of The Song´ hat ein interessantes Riff. ´Settlers Forge´ kann vor allem über die gedoppelte Gitarrenarbeit überzeugen. Und durch sonnige Sounds, wie man sie eher aus Kalifornien gewohnt ist. ´Don’t Fade The Day´ ist dramatischer, aber auch mit Chören. ´Shadow Work´ klingt ein wenig episch.
Hatte ich beim Vorgänger noch die Beliebigkeit etwas kritisiert, hat Ian hier deutlich an Originalität zugelegt. Zeitloser Rock, der sich an der Vergangenheit orientiert, aber sich auch nicht um den Zeitgeist schert. Nicht immer einfach. Dafür gibt es einiges zu entdecken. Empfehlenswert für 70er- und 80er-Jahre Heavy Rocker.
(7,75 Punkte)
https://facebook.com/ianblurton.futurenow
(VÖ: 23.10.2026)



