
VAPOREYES – Still
2025 (Independent/Just For Kicks Music) - Stil: Progressive Rock, Fusion, Funkadelic, Space Rock
VAPOREYES aus Syracuse liefern mit ´Still´ ein kraftvolles Statement im Progressive Rock und Fusion. Schon der Opener ´Burgerwalker´ weist die Richtung. Funky Rhythmen verschmelzen mit fließenden Synth-Flächen, dazu erklingt ein mehrstimmiger Gesang von Jonas Reddy-Nicholson. Patrick Tierneys Gitarre wechselt zwischen Filigranität und sphärischen Klängen, während Shannon Zory am Bass jede Passage mit Groove unterlegt. Der Song rollt wie ein hypnotischer Jam, der sofort in alle Gliedmaßen fährt.
In ´Take It All´ harmonieren melancholische, floydige Gitarren mit warmen Synth-Teppichen, die sanft durch die Songstruktur gleiten. ´Teeth´ zeigt die rhythmische Verspieltheit. Federnd, funky vereinen sich atmosphärische Texturen und Groove. Mit ´Unstuck´ entschleunigt die Band, lässt den Ballast fallen. Acht Minuten lang entfaltet sich ein melodisches Arrangement mit fragilen Synth-Linien, die an Jeff Buckleys verletzliche Momente erinnern. Jonas Reddy-Nicholsons Stimme schwebt über dem Klangteppich, während sich Gitarre und Rhythmus subtil ergänzen und eine fast hymnische Ruhe erzeugen.
Der Abschluss ´Still´ ist ein episches, sechzehnminütiges Instrumental, das die Band in volle Entfaltung bringt. Kosmische Synths, fließende Gitarren und eine Groove-basierte Rhythmussektion verweben sich zu einem vielschichtigen, organischen Ganzen. Die Musik pendelt zwischen hypnotischen Jam-Passagen und ausgearbeiteten, fast orchestralen Momenten, ohne dass die Spannung verloren geht.
VAPOREYES schaffen auf ´Still´ eine Balance aus Progressivität, Groove und psychedelischer Weite. Die Band versteht es, instrumental virtuos zu agieren und dabei Songs entstehen zu lassen, die emotional nahbar und gleichzeitig groß gedacht sind. Fans von PORCUPINE TREE, PINK FLOYD oder atmosphärischem Space Rock werden hier ebenso fündig wie Freunde von funkigen, rhythmisch vertrackten Passagen. Mit ´Still´ liefern Jonas Reddy-Nicholson, Shannon Zory, Patrick Tierney und Sean Cadley ein Prog-Fusion-Album, das gleichzeitig verspielt und eindrucksvoll organisch wirkt – ein modernes Statement für das Genre.
(8 Punkte)



