
Die Italiener KONQUEST um Produzent, Sänger und Gitarrist Alex Rossi, sind ein weiterer Retro Metal-Act, der zum dritten Mal ganz auf die goldenen Metal-Jahre setzt. Irgendwie erinnert die Band beim Opener ´Turn The Lights Off´ an epischen Metal wie ihn HEAVY LOAD und andere ins Leben gerufen haben. Das liegt in diesem Fall am fast gleich klingenden Gesang. Der gute alte traditionelle Metal ist auf jeden Fall gerade wieder populär, zumindest wenn man die Zahl der Veröffentlichungen betrachtet.
´One Ticket For One Ride´ zeigt dann NWoBHM-Anleihen. TOKYO BLADE, eine meiner Lieblingsbands, kommen mir in den metallischen Sinn. Der Titelsong ist ein weiteres Dèjá Vu-Erlebnis für einen Zeitzeugen (klingt grausam) wie mich. Zumindest auch ein guter Ohrwurm.

Mit dem Song ´The Giants´ weicht die Band zum Anfang beim Intro etwas vom eingeschlagenen Weg ab. Aber nur kurz, dann ist man wieder fest im Retro-Rausch zurück. Dieser Instrumentaltitel ist leider nur grauer Durchschnitt.
Mit den treibenden Riffs von ´Man With A Stone´ und ´Over The Edge´ kann wieder Boden gut gemacht werden. Aber die Refrains klingen sehr bekannt, ein paar Breaks sorgen für Abwechslung. Beim epischen Abschluss ´Kubla Khan (A Vision In A Dream)´ zeigen KONQUEST, dass sie auch progressive Akzente setzen können. Ein schönes Stück mit guten Gitarren.
Ich mag die Art von Musik natürlich und deshalb habe ich die Platte gerne durchgehört. Sie ist auch ansprechend eingespielt. Aber letztendlich ist eine eigene Handschrift kaum erkennbar und im besten Fall kann man es authentisch nennen, dass auch die Produktion von Alex Rossi original nach 80er-Jahre klingt.
(Wohlwollende 7,25 Punkte)
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(VÖ: 24.04.2026)



