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WITCHING HOUR – Rise Of The Desecrated

2009/2026 (Dying Victims Productions) - Stil: Blackened Thrash Metal, Teutonic Thrash, Old School Metal

WITCHING HOURs ´Rise Of The Desecrated´ schlägt sofort ein wie ein schwerer Vorschlaghammer. Das Debüt der Saarländer aus dem Jahr 2009 atmet rohen Teutonic Black/Thrash der mittleren Nullerjahre, mit einem klaren Bezug auf VENOM, POSSESSED und die frühesten Proto-Death/Thrash-Vorbilder. Jede Sekunde der 32 Minuten ist durchzogen von düsterer Aggression, knallenden Riffs, manischer Schlagarbeit und Jan Hirtz’ verzerrtem, unbarmherzigem Gesang.

Die Eröffnung mit ´Rise Of The Desecrated´ ist ein unbarmherziges Thrash-Monstrum, das mit brennenden Gitarren und schnellen Schlägen den Hörer sofort in den Black/Thrash-Kosmos katapultiert. Die Vocals schleudern satanische Verse über zerklüftete Riffs, während die Basssaiten eine bedrohliche Tiefe erzeugen. ´Eternal War´ steigert die Geschwindigkeit und illustriert die dunklen Lyrics von Lucifers Kriegern in einer epischen Schlacht. Die Gitarren schlitzen durch die rhythmische Hölle, während alle zusammen die pure Gewalt zelebrieren.

Mit ´Burn The Witch´ holt die Band einen kurzen, infernalischen Speed-Kracher heraus, der die mittelalterliche Hexenjagd in flammender Aggression musikalisch umsetzt. Hohe Screams treffen auf knallende Gitarren und polternde Drums – purer Old-School-Horror in Sound gegossen. ´Pedophiliac´ ist ein düsteres, manisches Stück, das mit aggressiver Erzählstimme und gezielten Riff-Attacken den morbiden Inhalt der Lyrics transportiert. Jan Hirtz’ Stimme entsendet Schreie der Verzweiflung und des Hasses, die sich direkt ins Nervenkostüm bohren.

´Underworld Alliance´ entfaltet einen schwarzen Groove und verbindet hypnotische Melodien mit brutaler Aggression – zwischen schnellen Riff-Attacken und schwereren, doomartigen Passagen. Die Lyrics von unterirdischen Kriegern und Schattenreichen untermalen derweil die Musik. ´Blood In The Alleys´ startet mit einem proto-death Metal-Riff, das sofort die düstere, gefährliche Atmosphäre des nächtlichen London aufbaut. Die Vocals begleiten das blutige Szenario mit einer Mischung aus Hass und Manie.

´Vlad The Impaler´ ist ein blackened Epic, das die unheiligen Taten des Prinzen mit schweren, doomigen Gitarrenriffs und blastenden Drums untermalt. Jan Hirtz’ Vocals leben sich zwischen erzählerischem Grollen und kreischendem Schreien aus, während die Gitarren die historische Brutalität in krachende Harmonien übersetzen. Den Abschluss bildet ´Cold Grave´, ein düsterer, schleppender Thrash-Hammer, der die Jagd auf die Toten thematisiert. Ein Finale, das alle Fäden des Albums zusammenzieht und die rohe Energie der Saarländer manifestiert.

´Rise Of The Desecrated´ ist ein Debüt voller Wut, Tradition und Aggression. WITCHING HOUR zeigen, dass rohe Black-/Thrash-Energie packend klingen kann. Die Band verzichtet auf Experimente zugunsten von purer Intensität, jeder Song ist ein Statement für den Teutonic Black/Thrash der alten Schule. Ursprünglich 2009 veröffentlicht, erschien ´Rise Of The Desecrated´ im Jahre 2011 auf Kassette und wird im Jahre 2026 auf Vinyl durch “Dying Victims Productions” neu aufgelegt.

(8 Punkte)

https://www.facebook.com/WitchingHourThrash/


(VÖ: 27.03.2026)

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