
Aus Cincinnati stammen der 1969 geborene Sänger Tarek Puska und der 1995 geborene Multi-Instrumentalist Dakota Logan, die ihre musikalischen Kräfte seit 2022 bündeln und mit ´Genesis´ ihr Debütalbum vorliegen. Vielleicht sorgt das unterschiedliche Lebensalter dafür, dass allerhand Genres gemischt werden, die hart sind, aber nicht nur Hartes wird in den acht Songs geboten. ´Spirit Junkie´ ist kompakt, von den Riffs relativ brutal und ein dunkler Opener. ´Ashes´ beginnt verwinkelt mit straighten Riffs, aber sonst allerlei Breaks und dem ambitionierten Gesang von Tarek, der oft gedoppelt ist und in den dunklen Facetten manchmal für einen depressiven Touch sorgt. Aber es werden dank dem Gesang auch zu enge Metal-Grenzen immer wieder in benachbarte Genres verschoben. Das macht die Musik immer wieder spannend.

´Eye (Even When You Escape)´ ist zunächst sanfter, dann aber wieder kommen ähnliche schwere Riffs. Aber auch hier sorgen die Vocals für einen gewissen Rock- Aspekt. ´Bend The Snake´ hat durch den Gesang, wie auch andere Titel, ein wenig etwas Waviges, “Dark Waviges”. ´Clocktowers´ mag auch wieder andere Akzente setzen. Hier mehr in Richtung NWoBHM. Aber dann auch wieder mit Keyboards-Tönen, die andere Genre-Aspekte einbringen. ´Genesis´ ist etwas sanfter und eingängiger. ´Dark Mother´ zum Schluss ist dunkel wie der Titel. Verliert sich aber gegen Schluss auch etwas in sich selbst.
Im Riff- und Songwriting-Bereich fehlt ab und zu die Variabilität und die allerletzte überraschende Idee. Ansonsten ist die Band musikalisch gut aufgestellt. Und Songwriting und Texte klingen durchdacht und mit Sorgfalt entwickelt. Sie waren auch die letzten zwei Jahre mit der Vorbereitung des Albums und der Entwicklung ihres Sounds beschäftigt. Dank der Wave- und Rockeinsprengsel gelingt es immer wieder, sich von der grauen Masse abzuheben. Interessantes Debüt zweier interessanter Musiker.
(7,75 Punkte)
https://www.facebook.com/clocktowersband
(VÖ: 20.03.2026)



