
WOLVERINE – Anomalies
2026 (Music Theories) - Stil: Atmospheric Light Prog
Ganze zehn Jahre nach ´Machina Viva´ melden sich Stefan Zell und seine Mitstreiter mit einem neuen Longplayer zurück. Zwischendrin konnten wir uns nur mit der 4-Track EP ´A Darkened Sun´ die Zeit vertreiben. Geändert hat sich an den markanten, atmosphärisch ruhigen Semi-Prog-Kompositionen der Band von der mittelschwedischen Ostküste indes wenig. Man bekommt genau das was man erwartet hat: tiefgehende und melodische, stark auf die Gesangslinien fokussierte Kost.
So findet man sich aufgrund der überschaubaren Komplexität gleich gut zurecht. ´A Sudden Demise´ und das insgesamt hittige ´Nightfall´ beginnen unterstützend dafür direkt textlich mit der Titelgebung. Eine kleine, mir jedenfalls bislang nicht derart aufgefallene Anomalie bietet ´This World And All It Dazzling Lights´. Der schon immer cineastische Sound atmet hier eine fast schon unheimliche Nähe zur US Indie Legende DREDG. Als weiteres Highlight sei noch ´Losing Game´ genannt, das sich über wundervolle Aufbauten zu einem großartigen langen Refrain empor schwingt und auch instrumental mal ausufernde Momente zulässt.
Fans der Band bekommen auf diesem Album mit 9 neuen Songs insgesamt viel zu fressen und müssen daher nicht aggressiv werden, auch wenn sich nicht bei allen Songs Magie einstellt. Insgesamt ein starkes Album, dem aber 1-2 Überraschungen in Richtung echter Anomalien noch besser zu Gesicht gestanden hätten.
(7,75 Punkte)



