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SWEET – Reincarnation

2026 (Metalville) - Stil: Glam Rock / AOR

Andy Scott stellte 1985 eine neue, schlagkräftige Formation von SWEET zusammen. Original-Drummer Mick Tucker war dabei und Keyboarder Phil Lanzon, Bassist Mal McNulty (u.a. SLADE) und der ehemalige IRON MAIDEN- und MORE-Sänger Paul Mario Day. Der im letzten Jahr wieder veröffentlichte ´Live At The Marquee´-Auftritt zeigte das Potenzial der Besetzung.

Studiomäßig wurde von dieser Besetzung nur wenig eingespielt. Hier gibt es sieben Songs aus der Zeit, die in allen möglichen Vinyl-Variationen und auf CD veröffentlicht werden. Anfang und Schluss bilden die Single-Version und der 12”-Mix von ´Reach Out… (I’ll Be There)´, eine sehr poppige Coverversion der Hitsingle von THE FOUR TOPS. Eher ungewöhnlich, aber ganz nette Idee und mit gutem Gesang, im für Paul Mario Day eher ungewöhnlichen musikalischen Umfeld.

´Over My Head´ klingt dann trotz starkem Keyboard-Einsatz wieder rockiger und dank den Chören mehr nach SWEET. Andy Scott darf auch Mal die Gitarre hochfahren. ´Jump The Fence´ ist AOR mit gutem Gesang und Hitpotenzial, allerdings auch ein paar schrägen musikalischen Ein- und Ausfällen. ´Shot Down In Flames´ hat natürlich nix mit AC/DC zu tun. Geht auch in die AOR-Richtung, war auch im Marquee Konzert dabei. Dann folgen zwei Demos, die härter ausgerichtet sind, aber auch mit den charakteristischen Chören kommen. Zum Schluss der genannte 12”-Mix. Klingt so, wie Maxi-Singles nun einmal um die Zeit oft klangen, d. h. langer Synthie-Einstieg. Zum Tanzen. Also eher nix für mich.

Sicher war hier eine talentierte Bandbesetzung am Start. Aber ohne den Markennamen SWEET würde das jetzt nicht unbedingt aus den Konserven im Keller rausgeholt werden. Zu beliebig und vom Songwriting her wenig konstant.

(Knapp 7 Punkte)

https://www.facebook.com/TheSweetOfficial


(VÖ: 10.04.2026)

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