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CRUEL FORCE – Haneda

2026 (Shadow Kingdom) - Stil: Heavy Metal

Mit ´Haneda´ melden sich CRUEL FORCE nur drei Jahre nach ´Dawn Of The Axe´ zurück – und das mit einer Entschlossenheit, die sofort klarstellt, dass die Band ihren neu eingeschlagenen Weg weiter ausbauen will. Die frühen Tage, als ihr Sound stark vom rohen Blackened Thrash geprägt war, liegen hörbar hinter ihnen. Stattdessen setzt das Quartett nun voll auf klassischen Speed und Heavy Metal, tief verwurzelt in der Ästhetik der Achtziger. Das Ergebnis klingt rau, kraftvoll und erstaunlich souverän, als hätte sich die Band endgültig in jenem Zeitkontinuum eingerichtet, in dem schnelle Riffs, heroische Melodien und epische Motive angesagt sind.

Schon der Opener ´Whips-A-Swinging´ startet ohne Umschweife mit rasendem Speed Metal-Tempo. Scharfe Gitarrenläufe treiben den Song an, ein orientalisch gefärbtes Riff verleiht ihm auch kurz eine exotische Note, bevor das Stück mit voller Wucht ins Ziel rast. ´Savage Gods´ schlägt hernach einen leicht hymnischen Ton an. Ein klassisches Gitarrenmotiv und ein galoppierendes Speed-Metal-Gewitter führen zu einer heroischen Stimmung. Mit ´Swords Of Iron´ huldigen sie noch mehr dem traditionellen Heavy Metal. Der Song verbindet rasante Passagen mit klassischer Metal-Melodik, in bekannt dramatischer Wucht.

Ein kurzer Sitar-Einstieg führt in das Instrumental ´Crystal Skull´, das mit Thrash-Riffs und melodischen Soli begeistert. ´Warlords´ beginnt hingegen geheimnisvoll, ehe der Song in einen schnellen, kämpferischen Speed Metal-Rhythmus übergeht. Mit ´Black Talon´ folgt ein weiterer Uptempo-Kracher und mit dem rasenden Thrash-Track ´Titan’s Awakening´ der vorläufige Höhepunkt. Doch den eigentlichen Schlusspunkt setzt erst der neun Minuten lange Titeltrack ´Haneda´, mit langen Gitarrenpassagen, epischen Motiven und dramatischen Steigerungen.

CRUEL FORCE leben ihre Liebe zum klassischen Metal offen aus und haben ihr Profil nochmals geschärft. ´Haneda´ ist tief im Geist der Achtziger verwurzelt und wirkt dennoch frisch. Die Songs verbinden rasante Speed Metal-Riffs mit melodischem Heavy Metal und gelegentlichen exotischen Einflüssen. Kuttenträger mit Vorliebe für schnellen, melodischen Metal mit epischer Färbung finden in ´Haneda´ eine Platte voller starker Riffs, eingängiger Refrains und jener unverfälschten Energie, die klassischen Speed Metal seit jeher auszeichnet.

(8,5 Punkte)

www.facebook.com/cruelforce   


(VÖ: 27.03.2026)

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