
Mit ´Axe Dragger´ tritt eine Formation auf den Plan, deren Besetzung bereits eine Ansage ist. Bob Balch, bekannt durch FU MANCHU, tauscht den Wüstensand gegen gehärteten Stahl, während Pete Campbell, ehemals bei PENTAGRAM, ein Schlagzeugspiel beisteuert, das tief im klassischen Heavy Metal verwurzelt ist. Terry Glaze, die erste Stimme von PANTERA, verleiht dem Material jene hohe, durchsetzungsstarke Klangfarbe, die an die frühen Achtziger erinnert, und Fredrik Isaksson, sonst im extremen Umfeld von DARK FUNERAL beheimatet, erdet das Geschehen mit einem kraftvollen Bassfundament.
Entstanden ist das Album aus einem Austausch über Bundesstaatsgrenzen hinweg, Riff für Riff, Schlag für Schlag, bis sich aus Skizzen ein geschlossenes Werk formte. Der Titeltrack ´Axe Dragger´ eröffnet das Album mit einem gallopierenden Riff, das sofort an die Hochphase von IRON MAIDEN denken lässt. Pete Campbell treibt die Band nach vorn, während Terry Glaze mit klarer, hochgezogener Stimme eine Geschichte von Stolz und Trotz erzählt.
´Give You The Rope´ setzt auf ein schweres, schleppendes Hauptriff, das an JUDAS PRIEST in ihrer dunkleren Phase erinnert. Der Refrain steigt hymnisch auf, begleitet von mehrstimmigen Backings, die den Song wie eine Stadion-Hymne wirken lassen. Mit ´Fight Another Day´ folgt ein klassischer Uptempo-Track und er funktioniert als Durchhalteparole, getragen von einem eingängigen Refrain, der sich sofort festsetzt. Hier zeigt sich die Nähe zu RIOT und ARMORED SAINT besonders deutlich.

´Iron Rider´ rollt mit einem stampfenden Midtempo-Riff an, das förmlich nach Lederjacke und Motorrad schreit. Im Refrain wird das Stück zu einer breit angelegten Heavy Metal-Hymne. ´Eat Me From The Inside´ ist aggressiver, schneller, beinahe wie ein Speed-Kracher mit bissigem Unterton. Der Song besitzt eine fast schon bedrohliche Energie, die an frühe DIO-Momente erinnert.
´Shock ’Em Dead´ kombiniert ein riffbetontes Fundament mit einem Refrain, der bewusst simpel gehalten ist. ´El Toro´ bringt ein leicht episches Flair ins Spiel. ´The Damned Will Cry´ schlägt hingegen dunklere Töne an. Ein schweres Riff, gedämpfte Akkorde in den Strophen und ein dramatisch angelegter Refrain verleihen dem Stück einen beinahe doomigen Charakter.
Mit ´Fire In The Madhouse´ erhöht die Band wieder das Tempo. Das Schlagzeug feuert und die Gitarren liefern ein riffgetriebenes NWoBHM-Feuerwerk. Den Abschluss bildet ´Death Is Calling My Name´, ein episch angelegter Track mit steigender Intensität und einem finalen Solo, das sich in langen, melodischen Läufen entfaltet. Terry Glaze singt beinahe pathetisch und verleiht dem Finale Größe.
´Axe Dragger´ versteht sich als bewusste Rückbesinnung auf die frühe Phase des Heavy Metal, auf die Zeit von JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN, DIO und RIOT. Bob Balch und Pete Campbell haben ein Werk geschaffen, das die Essenz des Genres feiert. Für Hörer, die sich nach ehrlichem, handgemachtem Heavy Metal sehnen, ist ´Axe Dragger´ ein überzeugendes Debüt.
(8,5 Punkte)
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(VÖ: 06.03.2026)



