
TRIUMPHER – Piercing The Heart Of The World
2026 (No Remorse Records) - Stil: Epic Heavy Metal / Blackened Metal
Innerhalb weniger Jahre haben sich TRIUMPHER aus Athen vom ambitionierten Underground-Projekt zu einer festen Größe im internationalen Epic Metal entwickelt. Nach ´Storming The Walls´ und ´Spirit Invictus´ legt die Band um Sänger Antonis Vailas ihr drittes Album vor – und dieses Werk trägt den Anspruch bereits im Titel. ´Piercing The Heart Of The World´ will erschüttern und aufrütteln.
´Black Blood´ eröffnet das Album mit schwerem, marschierendem Riffing und einer düsteren Stimmung, die an frühe BATHORY erinnert, jedoch im Refrain zu einer stolzen Hymne erwächst. Antonis Vailas singt mit fester, klarer Stimme, steigert sich in hohe Lagen und verleiht dem Song eine heroische und fesselnde Aura.
´Destroyer´ ist ein treibender Speed-Kracher mit schneidendem Gitarrenlauf und kraftvollen Chören, der die Nähe zu MANOWAR nicht leugnet, aber durch black-metallische Schärfe und eine aggressive Rhythmik eigenständig wirkt. Das Solo ist obendrein ausufernd, melodisch und technisch versiert, ohne den Fluss zu brechen.
´The Mountain Throne´ beginnt im getragenen Midtempo, entwickelt sich jedoch in ein schnelles, beinahe rasendes Uptempo. Ein markantes Bass-Intermezzo setzt einen überraschenden Akzent, bevor das Stück in einem triumphalen Finale mündet. Hier verbinden TRIUMPHER klassischen Epic Metal mit der frostigen Intensität von EMPEROR, ohne den Songcharakter zu verlieren.
´Ithaca (Return Of The Eternal King)´ bringt eine balladeske Note ins Spiel. Langsam aufgebaut, mit klarem Gesang und melodischer Gitarrenführung, wächst der Song zu einer pathetischen Hymne. Die Thematik der Heimkehr entfaltet sich in ihrer emotionalen Tiefe besonders im letzten Drittel, wenn Chorpassagen und Leadgitarre ineinandergreifen.

Das kurze ´Vaults Of Immortals´ wirkt wie ein feierliches Zwischenspiel. Getragene Klänge, dunkle Atmosphäre, ein fast sakraler Charakter bereiten den Weg für ´The Flaming Sword´. Dieses Stück setzt auf kraftvolles Riffing, hymnische Strukturen und eine klare Orientierung an US Epic Metal-Traditionen. ´Erinyes´ schlägt hingegen eine deutlich finsterere Richtung ein. Schnelles Schlagzeug, kreischende Gitarren und rauere Gesangspassagen greifen Elemente des Black Metal auf.
Den Abschluss bildet ´Naus Apidalia´, ein mehrteiliges Prog-Epos von beinahe zehn Minuten. Ruhige, erzählerische Passagen wechseln mit kraftvollen Ausbrüchen, galloppierenden Rhythmen und majestätischen Refrains. Mythologische Motive verschmelzen mit klassischem Heavy Metal, während die Gitarren zwischen melodischer Eleganz und metallischer Härte pendeln.
´Piercing The Heart Of The World´ zeigt TRIUMPHER auf einem neuen Niveau. Die Band klingt gefestigt und stilistisch entschlossen. Die Einflüsse von MANOWAR, BATHORY oder ICED EARTH sind spürbar, doch sie werden in eine eigene, griechisch geprägte Epik überführt. Dieses Album ist ein Bekenntnis zum klassischen Heavy Metal und eine leidenschaftliche Schöpfung einer Band, die ihre Vision mit Überzeugung lebt.
(9 Punkte)
https://www.facebook.com/Triumpher.official
Pic: Daisy Chain
(VÖ: 06.03.2026)

