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HÄLLAS – Panorama 

2026 (Äventyr Records) - Stil: Progressive Metal / Progressive Rock

Jönköping, Schweden, das ist die Heimat dieser fünf Musiker. Die Schweden starten mit dem über 21minütigen ´The Continuum´. Bombastische, exotische Klänge zu Beginn münden in einen dann doch eher konservativen progressiven, symphonischen Rocksong. Es klingt ein wenig nach den alten GENESIS oder MARILLION. Ist auf jeden Fall mal was anderes. Ausschweifende Keyboards- und Gitarrenpassagen. Der Sänger und Bassist Tommy Alexandersson erinnert ein wenig an Peter Gabriel. Das ist jetzt kein ´Supper’s Ready´, aber schon sehr unterhaltsam. Kein Klassiker, aber ein ordentlich strukturiertes episches Lied. Ich will die Parallelen zu den alten GENESIS auch nicht zu hoch hängen, denn die Band integriert auch Härteres oder klassischen 70-ties Rock, der nicht nur auf der progressiven Schiene fährt. Beim zweiten Durchlauf kann ich ´The Continuum´ auch schon mehr abgewinnen. Die Strukturen des Songs werden mir deutlicher und erscheinen durchdachter als beim ersten Hören. Das spricht für die Langlebigkeit des Songs.

Rockiger ist dann ´Face Of An Angel´. Eingängiger und die Gitarre darf hier kantiger solieren. Könnte auch ein alter BLUE ÖYSTER CULT-Song sein. Das düster-bombastische ´The Emissary´ hat auch NWoBHM-Akzente und kann gelungen Spannungsbögen aufbauen. ´Bestiaus´ ist dagegen eine zarte Ballade. HÄLLAS gelingt es immer wieder, verschiedene Emotionen aufzubauen. Der Song endet im Rauschen, ehe das zunächst sanfte und dann rockige ´At The Summit´ eine spannende Platte beendet.

Die kompakteren Songs ergänzen das anfängliche lange Opus sehr gut und es ist ein roter Faden erkennbar. Irgendwie sehr konservativ, aber auch offen für viele musikalische Mosaiksteine.

(8 Punkte)

https://www.facebook.com/haellas

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