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TEMPLAR – Conquering Swords

2026 (Jawbreaker Records) - Stil: Heavy Metal

Schon der Titel ´Conquering Swords´ macht unmissverständlich klar, worum es TEMPLAR geht. Um Kampf, Mythos und das uralte Versprechen des Heavy Metal, Stärke, Melodie und Pathos zu einer geschlossenen Erzählung zu formen. Das Debütalbum der schwedischen Formation wirkt dabei erstaunlich abgeklärt, fast so, als hätte diese Band bereits mehrere Schlachten hinter sich, bevor sie überhaupt ihr erstes Langformat vorlegt. Was sie auf ´Conquering Swords´ verlauten lassen, trägt den Geist der frühen schwedischen Heavy Metal-Ära offen zur Schau, jedoch mit Kraft und einer klaren eigenen Handschrift.

Der Einstieg über ´Gates Of Angmar´ öffnet das Tor feierlich. Glocken, düstere Klänge und marschartige Akzente bauen die Spannung auf, ehe ´Witchking´ ohne Umschweife losschlägt. Ein schneller, aggressiver Heavy Metal-Song mit scharfen Riffs, galloppierendem Rhythmus und einer bedrohlichen Grundstimmung. Isak Neffling setzt seine Stimme kontrolliert, beinahe beschwörend ein.

´Excalibur´ bewegt sich im mittleren Tempo, über dem die Gitarren heroische Motive entfalten. Der Refrain bleibt kompakt und verankert den Song fest im klassischen Heavy Metal. Mit ´Rainbow’s End´ zieht das Tempo wieder an. Mille Lundström treibt den Song unerbittlich nach vorne, während der Gesang die hymnische Führung übernimmt. Das Stück lebt von prägnanten Melodien und einem Refrain, der sich festsetzt.

´Exiled In Fire´ gehört zu den direkteren Nummern des Albums. Ein schneller, treibender Metal-Song. Einen starken Kontrast setzt ´The Sorceress´. Langsamer, dunkler, mit schleichendem Aufbau und starkem Spannungsbogen, derweil die Gitarren eine geheimnisvolle Atmosphäre erzeugen.

´Trident´ schlägt wieder den klassischen Galopp an. Ein Heavy Metal-Song, der stark an die traditionelle MAIDEN-Schule erinnert. Er wirkt wie ein kurzer, entschlossener Angriff. ´Shipwreck´ baut sich langsam auf, arbeitet mit wechselnden Spannungen und einem markanten Zusammenspiel von Bass und Gitarre.

´White Wolf´ führt erneut in dunklere Gefilde. Synthesizer eröffnen den Song, ehe ein schwerer Gitarrenrhythmus einsetzt. Die Nähe zu klassischem MERCYFUL FATE-Feeling ist spürbar. Den Abschluss bildet ´Conquering Swords´, ein würdiger Titeltrack, der langsam, schwer und majestätisch beginnt, bevor sich das Stück zu einer breit angelegten Heavy Metal-Hymne entfaltet.

´Conquering Swords´ ist ein Debüt, das klassische Heavy Metal-Tugenden konsequent umsetzt. TEMPLAR treten als Band mit fest verankertem Traditionsbewusstsein auf, deren Songs geschlossen wirken und das Album als klares Bekenntnis zum klassischen Heavy Metal erscheinen lassen.

(8 Punkte)

https://www.facebook.com/templarsweden


(VÖ: 27.02.2026)

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