
Die Rockfabrik in Ludwigsburg. Ja, die habe ich im letzten Jahrhundert oft in der Jugendzeit besucht und auch später noch und dann manches Interview durchgeführt. Ende 2019 war Schluss und heute ist die Außenstelle der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen (HVF) darin. Das passt nicht so richtig. Zumindest gab es ein paar junge Menschen, die sich 2019 noch in der Rockfabrik trafen und beschlossen, den 80er-Jahren zu huldigen. Aber nicht dem harten Metal, auch nicht dem kühlen New Wave. Nein, AOR und Melodie musste es sein. Und so kam es zur Gründung von VIOLET in meiner schwäbischen Heimat. Nach zwei Alben ´Illusions´ 2022 und ´Mysteria´ 2024 gibt jetzt eine EP.
Nicht nur die Musik ist hart im Wind der 80er-Jahre, auch die Videos versprühen den Charme dieses Jahrzehnts mit VW Käfer und solchem Zeugs. ´Set Me Free´ pendelt zwischen AOR und Breitband Rock mit gutem weiblichem Gesang und viel Chor im Refrain. Etwas zu lange aber für meinen Geschmack. ´Dangerous You´ geht stark in den Pop-Bereich. Die Breitband-Chöre kommen immer wieder. Und auch hin und wieder Längen bei den Songs (´Somewhere, Somehow´). Die Ballade ´Calling For You´ ist auch über sechs Minuten lang, bringt aber genug Ideen mit, damit die Songlänge den Song trägt.

Nach den vier neuen Songs kommen drei Live- und ein Demo-Song (mit ausnahmsweise männlichem Gesang). Besonders der Ohrwurm ´Arms Around´, ein Hit in der Schweiz, wird vom Publikum freudig aufgenommen.
“Willkommen zurück in den 80ern!” steht auf der Homepage. Nun für mich waren die 80er-Jahre vor allem die Jahre des harten Metal. Oder ULTRAVOX, JAPAN oder solches Zeugs. Deshalb muss mich die Zeitmaschine nicht unbedingt zur favorisierten Musik von VIOLET zurückbringen. Dank des Gesangs von Jamie Beckham und einigen guten Melodien noch:
(knapp 7 Punkte)
https://www.facebook.com/violetAORofficial
(VÖ: 07.03.2026)



