
DEATH DEALER – Reign Of Steel
2026 (Massacre Records) – Stil: US Power Metal
Die All-Star-Truppe um Ross The Boss (ex-MANOWAR, etc.) und Sänger Sean Peck (CAGE, DENNER/SHERMANN etc.) ist ja durch ihren doch ziemlich zugespitzten Stil und Sound nicht unumstritten. Der immer wieder kritisierte „künstlich wirkende Sound“ findet sich auch auf dem inzwischen vierten Longplayer der Mannen. Neben erwähnten Herren hätten wir da noch Bassist Mike LePond (Endlosliste an mitwirkenden Projekten und Bands), Gitarrist Stu Marshall (EMPIRES OF EDEN etc.) sowie Drummer Steve Bolognese (ex-WITHERFALL, ex-ROSS THE BOSS, etc.). So gesehen die geballte Kompetenz in Sachen US Power Metal. Allerdings muss ich vorgreifen, denn `Reign Of Steel`, so vielversprechend der Albumtitel auch ist, ist in seiner Gesamtheit das für mich bisher schwächste Album. Während man auf den Vorgängern schlicht stramm nach vorne donnerte, versucht man auf dem neuen Album etwas variationsreicher zu agieren. Das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber irgendwie wirkt das dann für mich etwas zerfahren. Was definitiv außer Frage steht ist der Gesang. Peck ist einfach eine Sirene. Da gibt es nix zu nörgeln.
Haben sich die fünf Jahre Wartezeit auf ein neues DEATH DEALER Album also gelohnt? Bedingt. Zumal man ja weiß, was einen erwartet. Auch wenn ein Großteil der Songs die Kraft und Intensität des US Power Metal aufweist, gibt es auch Stücke, die für mich nicht zünden wollen und im Gesamtkontext teils wie Fremdkörper wirken. Das rasende `Bloodbath` mit Blast-Beat-ähnlicher Taktung wirkt einfach zu statisch. Einzig Peck gefällt hier. `Compelled`, recht lahm, hält zwar dezente JUDAS PRIEST-Anbiederungen bereit, wirkt aber irgendwie zwischen all dem Geballer wie eine Nummer von einem anderen Album. Das mit angezogener Handbremse eingespielte `Raging Wild And Free` wirkt eher platt. Die sieben verbleibenden Tracks erfüllen dann die Erwartungen, ohne dabei zu überraschen. Knallharter, mit immer mal wieder Stakkatoähnlicher Rhythmik, US Power Metal. Messerscharfe Gitarren, hoher Gesang, noch höhere Screams, blitzender Stahl-Old School, aber irgendwie auch nicht. Das liegt dann wieder an Spielweise und Produktion. Letztendlich ein Album für Fans, das, zumindest ist das meine Meinung, kaum neue Fans ziehen wird. Außer jene, denen JUDAS PRIEST inzwischen zu sehr nach „Rente“ klingt“, aber auch das nur geschätzt.
(7,5 Punkte)
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